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In Deutschland ist Neuseeland in erster Linie als (Fern-)Urlaubsland bekannt. Die Touristen kommen vor allem aufgrund der außergewöhnlichen Natur, die auf extremer Weitläufigkeit und sehr dünner Besiedelung basiert. Zum Beispiel ist das Land ca. 1400 km von Norden nach Süden ausgedehnt, bei etwa 4,8 Millionen Einwohnern. Doch trotz dieser dünnen Besiedelung und wenigen Einwohnern ist das Schulsystem extrem gut – und unterscheidet sich in vielen Punkten vom deutschen oder von anderen europäischen Systemen. Ich ging in Christchurch in Neuseeland von Januar bis April 2020 zur Schule – und war ziemlich beeindruckt von einigen Unterschieden zum deutschen Schulsystem. Denn in Neuseeland werden manche Themen anders gelöst oder auch anders betrachtet. Die Auswirkungen sind oft erstaunlich.

Am Freitag, den 17.07.2020, wurden in der Turnhalle des Albertus-Magnus-Gymnasiums feierlich die Abiturzeugnisse an die Absolvia 2020 verliehen. Wegen der Corona-Beschränkungen fand zunächst das Rahmenprogramm nur im Kreise der 58 Abiturientinnen und Abiturienten statt, wobei hier den Grußworten von Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein und der Vertreterin des Elternbeirats, Karin Germann-Bauer, mit kräftigem Applaus für die positiven Wünsche für die hoffentlich unbeschwerte Zukunft gedankt wurde.

Den Ärmsten unter den Armen zu helfen war Motivation für die Sportklasse 5a, eine Deutsch-Stunde zu "opfern" und stattdessen eine 3km-Runde zu joggen.

Jeder konnte dabei selbst entscheiden, welchen Betrag er als "Startgeld" spenden wollte. Allerdings durfte man auch ohne Spende mitlaufen, schließlich wurde jeder Kilometer gebraucht, weil es neben der Spendenaktion das Ziel war, die Strecke von Deutschland bis Uganda zu laufen, zu schwimmen oder zu radeln.

Da sich nicht nur die Sportklasse unseres Gymnasiums beteiligte, war die Distanz von 8300 km bald geschafft. Die Spende in Höhe von 400€ unterstützt jetzt die Erweiterung des Gebäudes der Schule für Musik und Kultur vor Ort. Ein Raum – für 900 SchülerInnen – ist dann doch nicht genug. Nachdem SportlerInnen generell ungern die Hände in den Schoß legen – und das war in der Coronazeit leider viel zu häufig der Fall – konnten die Kinder zum Schuljahresende endlich auch in der Schule wieder Energien freisetzen, und das für einen sehr guten Zweck. Danke an Frau Dolschon, dass sie uns das Projekt, dessen Leiter bereits an unserer Schule war, nähergebracht hat.

Wir, die Klassen 10B/C, haben im Biologieunterricht kürzlich das Thema Insektensterben behandelt und mit Erschrecken festgestellt, dass immer mehr Arten sehr gefährdet sind. Gründe dafür sind etwa der Einsatz von Pestiziden, immer mehr abnehmender Lebensraum und eine wachsende Wirtschaft. Deshalb haben wir beschlossen, mit dem Bauen von Insektenhotels einen kleinen Schritt zur Erhaltung unserer heimischen Insekten zu machen, diese sind nämlich gar nicht so unnütz, wie sie auf den ersten Blick scheinen. Nachdem Frau Hauser uns also Beispiele für solche Hotels gezeigt hatte, konnten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen und loslegen. Anschließend mussten wir unsere Meisterwerke nur noch ins Atrium stellen und voilà – das neue Insektenparadies des AMGs war fertig! Wir sind sehr zuversichtlich, dass bald die ersten Gäste einziehen, denn wer kann einem wunderschönen Heim aus Holz, das noch dazu im grünen Herz unserer Schule liegt, schon widerstehen?!