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Seit zwei Jahren gibt es am Albertus-Magnus-Gymnasium einen Wahlkurs Politik und Zeitgeschichte. Eine Gruppe von Schülern der 9. und 10. Klassen trifft sich regelmäßig um politische Wettbewerbe zu bearbeiten, aktuelle Fragen zu diskutieren oder –was wir in letzter Zeit am häufigsten gemacht haben – Politiker zu besuchen.

Ginge es nach den Schülern des AMGs, die bei der Junior-Wahl am 5.10. gewählt haben, und auch nach den Stimmen der übrigen bayerischen Schüler, die vor der Landtagswahl zu den Urnen schritten, wäre der Landtag noch deutlich "grüner". Am AMG hatten die Grünen knapp 30% der Stimmen erhalten, was aber auch der Trend an den übrigen bayerischen Schulen war.

Die Schüler der letztjährigen 10b haben sich gemeinsam mit Schüler des Wahlunterrichts "Politik und Zeitgeschichte" in einem landesweiten Wettbewerb im Rahmen von "Lernort Staatsregierung" durchgesetzt und eine Fahrt nach Brüssel zu den europäischen Institutionen gewonnen.

Die Anreise der Gruppe von 23 politisch interessierten Schülern erfolgte bereits am Sonntag, dem 23.9. Brüssel ist eben nicht in ein paar Stunden zu erreichen, aber den Sonntag opferten die Schüler gerne für die besonderen Einblicke, die ihnen geboten wurden. Denn wann kann man schon das Europaparlament, die Europäische Kommission und auch die "Vertretung Bayerns in Europa" besuchen. Am ersten Abend reichte die Zeit allerdings nur noch für einen Spaziergang in die schöne Altstadt Brüssels und die Besichtigung des pittoresken Grote Markt.

Am 18.7.2018 hatte das AMG zum zweiten Mal ein Seminar des Lehrstuhls für politische Philosophie und Ideengeschichte zu Besuch. Die Studierenden hatten speziell für die Klasse 10b und Mitglieder des Wahlkurses "Politik und Zeitgeschichte" ein Planspiel entworfen. Das überaus spannende und sehr aktuelle Thema dieses Planspiels war die Frage nach einem gemeinsamen europäischen Einwanderungsgesetz, das vor allem den Zuzug von Migranten aus Krisengebieten regeln soll. Der Wirklichkeit vorausgegriffen hatten die Studenten beim frühen Entwurf ihres Planspiels, indem sie die Einrichtung sogenannter "Expresszentren" ins Spiel brachten; genau solche äußerst umstrittenen Zentren, die sogenannten Ankerzentren, sollen jetzt in Deutschland eingerichtet werden.

Unter diesem positiven Vorzeichen erkundeten die Klasse 10b und einige Mitglieder des Wahlkurses "Politik und Zeitgeschichte" im Rahmen des Programms "Lernort Staatsregierung" das Umweltministerium in München. Nach einer Vorstellung des Ministeriums und einem Fachvortrag zum Thema Gentechnik, der für die naturwissenschaftlich geprägte Klasse gut verständlich war, durften wir die Räume der Ministerin besuchen. Und hier kommt der Bürohund ins Spiel. Verzieht er sich nämlich und kommt nicht neugierig den Besuchern entgegen, dann verläuft der weitere Tag erfahrungsgemäß auch oft holprig. Angeblich werden dann kaum Fragen gestellt und die gesamte Gruppe wirkt eher desinteressiert.