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"Natürlich kann ich Elterngespräche führen!" Schnell ist dieses Argument in der Lehrerschaft zu hören, jedoch ergeben sich doch immer wieder Situationen, die sich so entwickelt haben, dass beide Gesprächspartner unzufrieden aus dem Gespräch herausgehen.

Um die Grundlagen in Gesprächsführung aufzufrischen und so eine größere Souveränität herzustellen, wurde für die Kollegen und Kolleginnen des Albertus-Magnus-Gymnasium im vergangenen Schuljahr 2016/2017 eine Fortbildungsveranstaltung angeboten. Frau SemRin Hildegard Kolmeder wiederholte dabei zunächst die Grundlagen der Gesprächsführungskompetenzen und gab den Teilnehmern dann die Gelegenheit, diese in kleinen Simulationen einzuüben. Durch ihre erfrischende Art konnte Frau Kolmeder dabei auf schwierige Situationen verweisen und so dem einen oder anderen noch gute Tipps mit auf dem Weg geben. So konnte wieder deutlich werden, wie wichtig es ist, gerade die Grundkompetenzen immer wieder einzuüben.

Ein großer Dank an Frau Kolmeder.

Margit Scharl

Das Angebot an Lehrerfortbildungen, z.B. über die Akademie in Dillingen, ist breit gefächert und reicht von fachwissenschaftlichen über fachdidaktische bis hin zu überfachlich pädagogischen Angeboten. Diese Fortbildungsveranstaltungen werden vom Kollegium des AMG rege genutzt und bereichern den Unterricht auf vielfältige Weise. Über den Austausch dieser neuen Impulse innerhalb der einzelnen Fachschaften wirken die Fortbildungen zusätzlich weiter und stoßen somit auch neue Diskussionen an.

Natürlich bringt die Teilnahme an regionalen und überregionalen Fortbildungen organisatorische Probleme mit sich. So ist die Idee entstanden, die vorhandenen Ressourcen im eigenen Kollegium zu nutzen und besser zu vernetzen. Seit diesem Schuljahr bieten wir deshalb eine Reihe von Schulinternen Lehrerfortbildungen (SchiLF) jeweils nachmittags am AMG an. Ein Blick auf die Themen der ersten Module im Schuljahr 2013/2014 zeigt die Bandbreite, Unterricht effizient zu gestalten:

Classroom-Management,
Methoden selbsttätigen und kooperativen Lernens,
bewegter Unterricht,
Umgang mit Mobbing.

Für das kommende Schuljahr 2014/2015 stehen bereits Coaching-Programme, Gesprächsführung und die Möglichkeit zur Supervision auf dem Programm. Neben den organisatorischen Vorteilen hat sich aber vor allem der intensive Austausch der Kollegen innerhalb der jeweiligen Fortbildungsgruppe als positiv und nachhaltig erwiesen. Gegenseitiges Feedback und gezielte Absprachen lassen sich nun schneller effektiv in den entsprechenden Klassen umsetzen. Dass zum Ziel der Bildung mehr als nur Leistung gehört, wird nicht erst seit der Diskussion um das G8 problematisiert. John Hattie spricht hierbei von der Notwendigkeit, Lernen sichtbar zu machen für Lehrpersonen mit dem Ziel der Entwicklung der Fähigkeiten zur kritischen Bewertung. Die schulinternen Fortbildungsangebote sind hierbei ein wichtiger Schritt in diese Richtung.