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Der Hambacher Forst, ein zum Symbol gewordener uralter Wald in Nordrhein-Westfalen, sollte dem Braunkohleabbau geopfert werden. Spontan entschieden sich die engagierten Schülerinnen der Umwelt-AG, die sich schon im Vorjahr intensiv mit dem Klimaschutz beschäftigt hatten, für eine Postkartenaktion der Schulfamilie. Sie wollen RWE, den Waldbesitzer und Stromkonzern, da vor kurzem die Rodung bis auf weiteres gerichtlich gestoppt worden ist, zum Umdenken bewegen: In der nun gewonnenen Atempause soll RWE sich verstärkt um die erneuerbaren Energien kümmern und die schützenswerte Flora und Fauna des Hambacher Forstes erhalten.

Mit diesem kleinen Video, das die Schüler der 10b selbstständig in ihrer Freizeit gedreht haben, haben sie die Jury bei der Landeszentrale für politische Bildung überzeugen können und den Zuschlag für die Fahrt nach Brüssel bekommen.

Die Schüler der letztjährigen 10b haben sich gemeinsam mit Schüler des Wahlunterrichts "Politik und Zeitgeschichte" in einem landesweiten Wettbewerb im Rahmen von "Lernort Staatsregierung" durchgesetzt und eine Fahrt nach Brüssel zu den europäischen Institutionen gewonnen.

Die Anreise der Gruppe von 23 politisch interessierten Schülern erfolgte bereits am Sonntag, dem 23.9. Brüssel ist eben nicht in ein paar Stunden zu erreichen, aber den Sonntag opferten die Schüler gerne für die besonderen Einblicke, die ihnen geboten wurden. Denn wann kann man schon das Europaparlament, die Europäische Kommission und auch die "Vertretung Bayerns in Europa" besuchen. Am ersten Abend reichte die Zeit allerdings nur noch für einen Spaziergang in die schöne Altstadt Brüssels und die Besichtigung des pittoresken Grote Markt.

Im Rahmen des Schöpfungstags wird vom Bistum Regensburg alle drei Jahre der mit 500 Euro dotierte Schöpfungspreis GENESIS an engagierte Umweltschützer verliehen: Die Umwelt-AG des Albertus-Magnus-Gymnasiums überzeugte die Jury mit ihren schwungvollen und vielfältigen Projekten zur Biodiversität.

Durch vielfältige Aktionen und Preise hat die Umwelt-AG im vergangenen Schuljahr Überschüsse erwirtschaftet. Teile davon wurden in die schuleigene Imkerei und Obstbäume für den Schulgarten reinvestiert, doch konnte auch ein beachtlicher Teil gespendet werden. Das z.B. durch den Honig- und Quittengeleeverkauf erwirtschaftete und durch die Pfandflaschen und die Büchertauschparty gespendete Geld wurde auf Wunsch der jungen Umweltaktivistinnen an die Vereine "Rettet den Regenwald", an den Bund Naturschutz und an "Terre de femmes" überwiesen.