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Mit Herz, Hirn, lokalem und globalem Handeln überzeugte das AMG die Jury zum zweiten Mal in Folge und gewann den Umweltpreis der Stadt Regensburg in der Kategorie Schulen und Initiativen.

In einem sehr feierlichen Rahmen, der die Wertschätzung der Stadt für Preis und Preisträger ausgezeichnet zu Geltung brachte, verlieh Bürgermeisterin Dr. Helene Siegloch den Umweltpreis 2026 der Kategorie Schulen und Initiativen das Albertus-Magnus-Gymnasium. Schwerpunkte des Engagements waren das Erstellen des „AMG Energieleitfadens“, das Upcyceln von Europaletten zu Vogel-Nistkästen und die finanzielle Unterstützung einer Mädchen-Schule in Indien, durch Schüler der Umweltgruppe und des Fair-Trade-Cafeś. Dazu stellten die Mitglieder beider Teams, die von Frau Dolschon und Herrn Maier betreut werden, an zahllosen Nachmittagen ihre persönlichen Hobbys hinten an, und engagierten sich beherzt für Umwelt und Mitmenschen, bis nach Indien.

Umweltpreis 1
Foto: privat

Im AMG-Energieleitfaden bündelten die Schüler ihre Erfahrungen aus den Projekten der letzten Jahre und bereiteten sie so auf, dass andere Schulen durch den Leitfaden eine praxisbewährte Anleitung erhielten, mit der sie ihrerseits ähnliche Projekte einfacher umsetzen konnten: Wo kann man Energie im Schulalltag einsparen; wie die Infrastruktur für nachhaltige Mobilität, hier Bus und Fahrrad, verbessern. Da die meisten Entscheidungen von Erwachsenen getroffen werden und Geld immer eine große Rolle spielt, waren auch Informationen zum Thema Heizungstausch und Strompreise enthalten. Das durchgerechnete Praxisbeispiel ergab, dass der Umstieg am Ende des Lebenszyklus einer Gasheizung zu einer Wärmepumpe ohne Mehrkosten möglich ist und die Betriebskosten um mehr als 50% senkt, das heißt, dass der Beispiel-Haushalt jetzt für die Hälfte heizt. Auch der Ersatz des Stromzählers durch ein Smart-Meter senkt bei Wahl eines passenden, ökologischen dynamischen Tarifs die Stromrechnung um 30%. Praktische Projekte und Praxistipps waren die Kernpunkte des Leitfadens, der an viele Schule verteilt wurde.

Beim Upcyceln verschlissener Europaletten sollten die Schüler handwerkliche Fähigkeiten entwickeln und einen Blick dafür bekommen, wie ein nachhaltiges Produkt von der Erzeugung bis zur Entsorgung – im Idealfall im Kompost – aussieht. Die Paletten wurden in ihre Einzelteile zerlegt und zu schönen Nistkästen aufgebaut. Am Weihnachtsbasar wurden und werden die Nistkästen zu 10€ das Stück verkauft. Dass alle Nistkästen schnell verkauft wurden, war eine schöne Bestätigung für die Schüler und ist zugleich eine Beschäftigungsgarantie für sie. Eigentlich war geplant, die Nistkästen am AMG zu erneuern, aber die Nachfrage von Eltern und Lehrkräften war bisher so hoch, dass die Nistkästen im Atrium noch nicht erneuert werden konnten. Daher können – Gott sei Dank - noch viele Schüler in der Umweltgruppe ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen und weitere Unikate anfertigen.

Ebenfalls am Weihnachtsbasar engagierte sich die gesamte Schülerschaft, indem sie die Gewinne ihrer Aktionen in voller Höhe an das Indien-Hilfe-Team übergaben. Im Kern besteht es aus der Fair-Trade-AG, die das ganze Jahr über freitags Kaffee und andere Fair-Trade-Produkte in den Pausen verkauft. Um die Fair-Trade-Zertifizierung zu erhalten, ist die Beschulung der Kinder der Arbeiter auf den Plantagen ein wichtiges Kriterium. Der Verkauf am AMG stellt damit ein wichtiges Glied in einer globalen Lieferkette dar, die von Afrika über Regensburg bis zum Albertus-Magnus-Study-Center in Indien reicht. Bildung ist bei allen Teilen der Kette ein zentraler Baustein nachhaltigen Handelns und ohnehin ist Bildung, besonders die zur Nachhaltigkeit, die nachhaltigste Investition überhaupt. Dabei ist es egal, ob man das Handeln lokal oder global betrachtet. Hauptsache jeder einzelne handelt, damit gemeinsam – als Schulfamilie oder im globalen Netzwerk - nachhaltige Projekte verwirklicht werden egal, ob in Afrika, Regensburg oder Indien.

Umweltpreis 2
Foto: privat

Florian Maier