Unser Schüler Christoph Setescak beschäftigt sich in seiner neben dem Abitur verbleibenden Freizeit zum einen mit dem Rennradfahren und zum anderen damit, wie man die Eigenschaften eines Rennradreifens durch chemische Nachbehandlungen verbessern kann. Vor allem früher schworen einige Rennradfahrer darauf, dass ein vor dem Rennen mit Essig eingeriebener Reifen die Fahreigenschaften so verbessert, dass man die Zehntelsekunden für den Sieg herausholen könnte. Christoph untersuchte im Rahmen seiner Jugend-forscht-Arbeit, ob an diesem Mythos etwas dran ist. Um das herauszufinden, erdachte er sich eine raffinierte Versuchsapparatur: Mit Hilfe eines Drehpendels und einer Laserschranke untersuchte er bestimmte mechanische Eigenschaften kleiner Reifenstücke, die er zuvor mit verschiedenen Chemikalien behandelt hatte.

Er fuhr zu Continental nach Hannover und ließ dort seine Reifenstücke auf Herz und Nieren prüfen. Dabei stellte er fest, dass Essig offenbar nur einen mäßigen Effekt auf die Laufeigenschaft des Fahrradreifens hat. Als wirkungsvoller stellte sich Styrol heraus. Die Chemikalie scheint unter anderem den Rollwiderstand des Reifens ein wenig zu senken - das Fahrrad fährt sich leichter. Mit seiner wissenschaftlichen Arbeit setzte er sich im Regional- und Landeswettbewerb gegen eine starke Konkurrenz durch und wurde Bayerischer Landessieger. Damit war er auch zur Teilnahme am Bundeswettbewerb in Erlangen qualifiziert. Hier errang er schließlich den Sonderpreis Physik, der einen Aufenthalt im Joint Research Center der Europäischen Kommission in Ispra am Lago Maggiore beinhaltet. Dort darf er dann seine Arbeit vorstellen.

Chrisoph 17

Gratulation!

Barbara Menz