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Von Tobias Brunner, MZ

Jugendliche der Oberstufe des AMG organisierten ihren eigenen Wettkampf.
Vorab warben sie sogar mit einem Film um Starter.

Regensburg. Der Schrecken lauert bei den Fahrrädern. "Es ist nicht da. Ich habe es doch vorhin erst hier abgestellt", ruft die junge Sportlerin verzweifelt. Bange Blicke. Suchend rennt sie zwischen den Rädern umher. Dann die Erlösung: Nur wenige Meter entfernt steht das Trekkingrad. Helm auf, weiter geht es zur nächsten Disziplin.

Von den kleinen Nöten einmal abgesehen, lief fast alles wie erhofft beim Triathlon des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) am Freitagmorgen. 57 Teilnehmer aus den siebten Klassen waren angetreten, um sich rund um das Wöhrdbad im Schwimmen, Radfahren und Laufen zu messen. Organisiert wurde der Wettbewerb von 16 Schülern der Oberstufe des AMG im Rahmen eines Projekt-Seminars.

Der Triathlon wurde von 16 Schülern aus der Oberstufe des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) zum ersten Mal im Rahmen eines Projekt-Seminars organisiert. Unterstützt wurden die Schüler dabei von Kursleiter und Triathlet Elmar Daubenmerkl sowie von Sportlehrer Michael Danner. Parallel zum Projekt-Seminar erklärte ihnen ein Wissenschafts-propädeutisches Seminar die Physiologie des Menschen.

Ein Jahr lang Vorbereitung

Das ganze Schuljahr über hatten sie sich getroffen, Aufgaben verteilt, Gelder gesammelt. "Am Anfang war noch wenig Motivation da – aber in den letzten Monaten waren alle gespannt", sagte Lukas Müller, der sich um Werbung und Presse kümmerte. Auch Kursleiter und Triathlet Elmar Daubenmerkl erzählte von der Gruppendynamik und wie einzelne Schüler immer wieder die Initiative ergriffen. Sogar ein eigener Werbefilm wurde gedreht. "Damit haben sie noch einmal viele Teilnehmer gewonnen", erinnerte sich Sportlehrer Michael Danner.

Bis zuletzt wurde an den Feinheiten gearbeitet. Erst am Montag tauchten ungeahnte Probleme auf. "Wo sollen wir all die Fahrräder abstellen?", fragte Nicola Brandl, der den Wechsel Schwimmen/Radeln organisierte. Kurzerhand teilten er und sein Team den Start- und Endpunkt der Sportler auf.

Bessere Zeiten als geplant

Am Wettkampftag waren um 4.30 Uhr die Ersten auf den Beinen, um die Strecke vorzubereiten. Anmeldungen betreuen, Musikanlage aufbauen, Wege abstecken. Allein zwei Kilometer Klebeband wurden für die Wechselzonen gebraucht. Und doch lassen sich manche Sachen nicht planen. Etwa wenn beim Fahrrad plötzlich die Kette herausspringt. Oder gleichzeitig fünf Radler an den Rundenzählern vorbeipreschen: "Fahrt doch mal langsamer, damit wir eure Nummern auch lesen können!" Die Sportler aber dachten nicht daran, schließlich wollten sie ein Fünftel der olympischen Distanz bewältigen: 300 Meter schwimmen, acht Kilometer radeln, zwei Kilometer laufen. Hatten viele noch über das kalte Wasser geschimpft, freuten sie sich, als endlich das Ziel vor ihnen lag. Und auch die Organisatoren lobten am Ende: "Ihr wart schneller, als wir uns das vorgestellt hatten."

Die besten Jungen beim Triathlon: 1. Ferdinand Zimmermann (37 Min 35 Sek.), 2. Moritz Bauer (38:55), 3. Jonas Rohn (39:29).

Die besten Mädchen: 1. Emma Breinbauer (48:59), 2. Karla Hanauer (49:00), 3. Amelie Weber (50:20).

Quelle: MZ online, 29.07.2012, 11:26 Uhr