Wir wussten, wie viel Arbeit in unseren Projekten steckte, und uns war klar, dass wir im Vorfeld einiges geleistet hatten. Als Neulinge beim Wettbewerb "Jugend forscht" (ab 14 Jahre) und "Schüler experimentieren" (bis 13 Jahre) wussten wir jedoch nicht, was all die anderen Teilnehmer beim Regionalwettbewerb zu bieten hatten.

Mit viel Aufregung im Gepäck fuhren wir also am 23. Februar nach Ingolstadt zum Regionalwettbewerb "Jugend forscht". Nachdem jeder im Audi-Ausbildungszentrum den ihm zugewiesenen Stand gefunden und mit den vorbereiteten Plakaten und Aufbauten persönlich gestaltet hatte, ging es auch schon los: Die Juroren der einzelnen Fachgebiete begutachteten die Stände und ließen sich von den Teilnehmern ihre jeweiligen Projekte genauer erklären. Die Jury bestand aus Lehrern, Hochschulvertretern und Experten aus der Wirtschaft. Die Konkurrenz war nicht klein.

Insgesamt waren an die 80 Arbeiten von den Juroren zu begutachten. Neben all der "Arbeit" hatten wir auch die Möglichkeit, uns das Bildungszentrum von Audi und das "Museum mobile", eine spannende Zeitreise durch die Geschichte von Audi mit unzähligen historischen Fahrzeugen, zeigen zu lassen. So wurden die zwei Wettbewerbstage zu einer bunten Mischung aus neuen Eindrücken und ganz viel Stolz, die eigene Leistung den "Profis" präsentieren zu dürfen. Während eines gemütlichen Abendessens beim Mexikaner und durch die Übernachtung in der Jugendherberge Ingolstadt gemeinsam mit den Teilnehmern der Domspatzen kam der Austausch unter den Regensburgern nicht zu kurz, auch wenn wir ob der Anstrengung alle schon ziemlich zeitig in unsere Betten gefallen sind.

Zum Abschluss des zweiten Wettbewerbstages fieberten nun alle der Preisverleihung entgegen. Haben den Juroren unsere Ideen und Forschungen gefallen? Und ob! Am Ende konnten wir neben mehreren Sonderpreisen in Form von Zeitschriften-Abos noch eine Handvoll Platzierungen für uns verbuchen. Zum besseren Verständnis: Bei "Jugend forscht" ist der 1., 2. und 3. Preis an bestimmte Anforderungen bei der Bearbeitung und Präsentation der sich selbst gestellten Forscherfrage geknüpft. So läuft die Preisverteilung nicht wie bei einem 100-Meter-Lauf nach Relation der Leistung im Vergleich zur Konkurrenz ab. In manchen Sparten wurden deshalb keine ersten Preise verliehen.

Folgende Preisträger konnte unsere Schule im Bereich "Schüler experimentieren" hervorbringen:

  • Ben Dankesreiter erhielt einen dritten Preis in Physik: Er hat die Eigenschaften einer nicht-newtonschen Flüssigkeit untersucht.
  • Gregor Troidl, Anselm Schmack und Fabian Artmann erreichten einen dritten Preis in Chemie: Sie haben das Verhalten unterschiedlicher Speisesalze untersucht.
  • Louisa Benz und Namira Asla erzielten einen zweiten Preis in Chemie: Die beiden haben inzwischen gaaaanz viele Gummibärchen selbst hergestellt. Die Blindverkostungen haben sie statistisch ausgewertet und wissen nun, welche Geschmacksrichtungen wie gut erkannt werden.

In der Alterssparte "Jugend forscht" sind Christoph Setescak (Physik) und David Ofner (Chemie) angetreten. Christoph hat mit Hilfe eines selbst angefertigten Versuchsaufbau untersucht, welche chemische Nachbehandlung Fahrradreifen tatsächlich verbessert – wobei er zunächst theoretisch untersuchen musste, was "besser" in diesem Fall denn eigentlich heißt und ob man sich eine Verbesserung einer Eigenschaft nicht automatisch mit einer Verschlechterung an anderer Stelle erkauft.

David hat Acetylsalicylsäure, welche z. B. in Aspirin zum Einsatz kommt, als ungünstiges Schmerzmittel mit erheblichen Nebenwirkungen enttarnt, und würde jederzeit Weidenrindenextrakt, welches er auch selbst gewonnen hat, vorziehen.

Die Arbeiten dieser beiden haben so sehr überzeugt, dass sie jeweils den ersten Preis und damit die Möglichkeit zur Teilnahme am Landeswettbewerb, welcher Anfang April in Vilsbiburg stattfindet, erhielten. Wir drücken ihnen dafür fest die Daumen!


Christoph Setescak bei der Präsentation
17 Jugend forscht Ofner
David Ofner im Gespräch mit den Juroren

Weil das insgesamt sehr viel mehr Erfolge für die Teilnehmer des AMG waren als für irgendeine andere teilnehmende Schule, gewannen wir auch noch den Jugend-forscht-Schulpreis. , der neben einer Finanzspritze für zukünftige Forschungsprojekte mit der Nominierung zur „bayerischen Forscherschule des Jahres“ verbunden ist. Besser hätte der Abschluss dieses Wettbewerbs kaum sein können. So wurde bereits auf dem Nachhauseweg an den Ideen für das nächste Jahr getüftelt.

Wer nächstes Jahr auch bei "Jugend forscht" dabei sein möchte, kann sich gerne an uns wenden!

Barbara Menz, Stefanie Vogl