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Man kennt den Spruch: "Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel." Schon vor zwei bis drei tausend Jahren versuchten die Menschen, das Weltbild zu erklären. Da sie den Himmel nur mit bloßem Auge beobachten konnten, meinten sie ihrem Anschein nach, dass die Erde das Zentrum des Weltbildes ist. Dabei drehen die Sterne und sogenannte Irrläufer, die Planeten, deren Bahnen am Himmel schleifenförmig und nicht kreisförmig erscheinen, um die Erde. Dadurch hat sich das geozentrische Weltbild in der Bevölkerung durchgesetzt. Die Menschen haben damals neben Sonne und Mond Planeten wie Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn am Himmel beobachtet. Deshalb werden diesen sieben Himmelskörpern nach der Helligkeit angeordnet die sieben Wochentage von Sonntag bis Samstag gewidmet. Dieses Weltbild hielt sich bis ins 16. Jahrhundert.

Dann fixierte der Domherr Kopernikus 1514 das heliozentrische Weltbild, nachdem er den Himmel mit dem Auge beobachtet hatte. Darin ist die Sonne das Zentrum dieses Weltbildes und die Planeten drehen um die Sonne. 1609 machte Galileo Galilei mit dem Fernrohr Venusphasen und Jupitermonde sichtbar, wodurch jeder sehen konnte, dass das heliozentrische Weltbild und nicht das geozentrische im Kosmos Bestand hat. Kepler konnte es von 1610 bis 1621 mit Rechnungen der Messdaten von Tycho Brahe anhand der drei Keplerschen Gesetze belegen. Das erste lautet, dass sich Planeten in Ellipsenbahnen bewegen, in deren Brennpunkt die Sonne steht. Beim zweiten Gesetz überstreicht der Verbindungsvektor zwischen Planet und Sonne in gleichen Zeiten gleiche Flächen, die dabei der Drehimpulserhaltung entsprechen. Das dritte Gesetz besteht aus der Formel T1²/a1³ = T2²/a2³. Dabei ist T die Umlaufzeit eines Körpers um das Zentralgestirn und a die große Halbachse. Der Quotient aus T²/a³ ist für jedes Zentralgestirn konstant. Später fand Isaac Newton 1687 mit den 3 Newtonschen Gesetzen, insbesondere mit dem Gravitationsgesetz, eine Begründung und Erklärung für das heliozentrische Weltbild und formulierte folgende Axoine. Aus dem Trägheitssatz (kurz: ohne Kraft keine Änderung) definierte er, dass Kraft die Ursache von Bewegung ist. Daraus folgerte er das erste Newtonsche Gesetz, das besagt, dass die Kraft das Produkt aus Masse und Beschleunigung ist. Beim zweiten Gesetz ist die Kraft gegengleich zur Gegenkraft und Kräfte treten immer paarweise auf. Das dritte Gesetz, das Gravitationsgesetz, lautet, dass sich Massen gegenseitig anziehen. Das bedeutet auf das heliozentrische Weltbild bezogen, dass sich ein Körper ohne Gravitation am Zentralgestirn vorbei bewegen würde, aber auch, dass die Gravitation die Erde zur Sonne zieht und damit eine permanente Richtungsänderung bewirkt und eine Kreisbahn um die Sonne durchlaufen wird.