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Angesichts des 180-jährigen Jubiläums des humoristischen deutschen Dichters Wilhelm Busch, der am 15.4.1832 geboren wurde, brachten zwei sechste Klassen des Albertus-Magnus-Gymnasiums am Tag der offenen Tür Max und Moritz, eine seiner berühmtesten Geschichten, in einer lateinischen Fassung auf die Bühne.

Unter Anleitung ihrer beiden Lateinlehrer Karin Kemmeter und André Löffler übten die Darsteller eifrig den lateinischen Text, probten, bastelten Bühnenbild und Requisiten und opferten so manchen Nachmittag für das Theaterstück. Am 19. April war es dann so weit. Vor den Augen vieler Eltern und vor allem vieler angehender Gymnasiasten aus den vierten Klassen der umliegenden Grundschulen, gaben die Schülerinnen und Schüler in vier verschiedenen Besetzungen zunächst das Vorwort zum Besten, in dem sich Maxus und Mauritius als Lausbuben präsentierten. Wie die beiden kaugummikauend mit dem Skateboard auf die Bühne düsten und kopfschüttelnd ihre Schulbücher im Fluss versenkten, wurde wohl so mancher der anwesenden Schüler (und vielleicht auch Eltern) an seine eigenen Lausbubenstreiche erinnert. Eine echte Herausforderung für das Bühnenbild stellte dann die Darstellung des dritten Streiches dar, in dem der zur Weißglut gebrachte, werte Schneider Böck mit Schmährufen auf die von Max und Moritz angesägte Brücke gelockt wird. Eine aufwändige Brückenkonstruktion aus Styropor ermöglichte es, dass der gute Bürgersmann donnernd in den Fluss fiel, den die Schülerinnen und Schüler aus ihren Jeanshosen gefertigt hatten. Zum Glück konnte der arme Schneider dank der Rettungsaktion von Gänsen und des resoluten Einsatzes seiner Gattin von den üblen Bauchschmerzen befreit werden, so dass am Schluss alle wieder erschöpft, aber strahlend auf der Bühne standen und den großen Beifall des Publikums genießen konnten.
Die zukünftigen Schülerinnen und Schüler des AMG gingen zusammen mit ihren Eltern in jedem Fall mit dem Gefühl aus der Vorstellung, dass Latein alles andere als tot ist und sogar richtig Spaß machen kann.

Karin Kemmeter