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Die Ziele unseres Seminars waren die Organisation und die Durchführung einer Ausstellung mit selbst gefertigten Exponaten. Neben einer Arbeitsgruppe Projektleitung wurde je ein Team für die Organisation, das Sponsoring, die Präsentation und die Begleitheftherstellung zusammengestellt.

Jeder Teilnehmer des Seminars übernahm anschließend ein Thema und überprüfte es auf seine Eignung für die Ausstellung und Möglichkeiten der Präsentation. Beispielsweise wurde über die Herkunft der Karthager, den Alpenübergang Hannibals oder die Schlacht von Cannae gesprochen.

Außerdem besuchten wir das Historische Museum in Regensburg und erhielten Ratschläge zur Ausstellungsorganisation von Herrn Dr. Boos, dem Leiter der archäologischen Abteilung.

Anschließend befassten wir uns mit dem wichtigsten Bestandteil unserer Ausstellung: den Exponaten. Die Herstellung der Ausstellungsstücke und der Plakate fand in den Sommerferien statt. Wir fertigten u. a. Schiffsmodelle an, erwarben eine Originalmünze mit Echtheitszertifikat, bauten ein Stadtmodell von Karthago und machten aus Ken-Figuren römische und karthagische Soldaten.

Im September 2013 legten wir uns auf die Zielgruppe unserer Ausstellung fest: die Schüler der siebten und achten Klasse des AMG. In diesen Jahrgängen kennt man das Thema "Hannibal" bereits aus dem Lateinunterricht und es sind Vorkenntnisse zu den Karthagern vorhanden.

P Seminar Hoessl

Als wir uns dem Datum der Durchführung unseres Seminars, dem 5. und 6. Dezember 2013, näherten, musste noch das Begleitheft für unsere Sponsoren und die Lehrer der Klassen erstellt werden.

Die Ausstellung fand im Medienraum und im Zimmer 010 statt. Der Medienraum wurde mit professionellen Raumteilern in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Dort präsentierten wir die oben genannten Exponate und gaben den Schülern noch zusätzlich eine praktische Einführung in die phönizische Sprache und Schrift. In 010 war unsere Version des Spiels "Schiffe versenken" – bezogen auf den 1. Punischen Krieg - zu bestaunen, zudem gab es ein Mitmachspiel zum Gründungsmythos der Stadt Karthago und einen kleinen Einblick in die karthagische Küche. Deshalb roch dieser Raum auch noch Tage nach der Ausstellung intensiv nach der Würzsoße Garum. Nach der kurzfristigen Beschaffung eines Barbiepuppen-Pferdes durch unseren Kursleiter konnte der numidische Söldner in der Kampfszene des 3. Punischen Krieges sogar zu Pferde in die Schlacht ziehen. Leider änderte diese Aufstellung einer Kavallerie nichts am Ausgang des Krieges und am Untergang Karthagos.

Wir haben mit unserer Ausstellung zwar keine Geschichte geschrieben wie einst die Karthager, aber wir hatten Spaß bei den Vorbereitungen und hoffen, dass unser Projekt informativ und lehrreich war.

Rebecca Fröhlich (Q11)