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Damals wie heute, alt wie jung spielen die Menschen zum Zeitvertreib mit ihren Freunden und Verwandten. Ein beliebtes Spiel bei den Römern war das Rundmühlespiel. Es konnte in einem Ledersäckchen leicht transportiert oder auch jederzeit mit Kreide am Boden aufgezeichnet werden. Die Klasse 6c bastelte sich selbst aus Leder und Granitsteinen ein solch echt römisches Mühlespiel, eine Mola Rotunda.

Singe, Göttin, den Zorn des Peleiaden Achilleus,
der zum Verhängnis unendliche Leiden schuf den Achaiern
und die Seelen so vieler gewaltiger Helden zum Hades
sandte...

Wer kennt es nicht, Homers vielgerühmtes Epos um den trojanischen Krieg mit dem griechischen Helden Achilles im Zentrum des Geschehens? Wie zeitlos und wandelbar der Stoff doch ist, konnten Schülerinnen und Schüler der zehnten bis zwölften Jahrgangsstufen des Albertus-Magnus-Gymnasiums im Metropoltheater in München erfahren. Rüdiger Hacker trug die aus der Feder von Hans-Jörg Schuster stammende bairische Fassung der Ilias und ihrer Vorgeschichte stimmgewaltig und mit tiefbayerischem Charme und Witz vor. Begleitet wurde er von Maria Hafner, deren bayerisches Temperament den Vortrag sowohl musikalisch wie auch mit dem ein oder anderen "Sidekick" bereicherte.

Lateinunterricht der besonderen Art: Im Rahmen der Martial-Lektüre in der 9. Klasse traten zu Stundenbeginn überraschend zwei Referendarinnen auf.

"Schwein gehabt, Zeus!", "Die sagenhaften Göttergirls", "Percy Jackson. Diebe im Olymp" – hinter diesen Bestsellern der Kinder- und Jugendliteratur steckt ein zwei Jahrtausende alter Dauerbrenner der lateinischen Literatur, die Metamorphosen des Ovid.

Im Rahmen einer am Albertus-Magnus-Gymnasium veranstalteten Fortbildung informierten Prof. Dr. Markus Janka und Michael Stierstorfer interessierte Latein- und Deutschlehrer über diese aktuellste Rezeption von Ovids Metamorphosen in der Kinder- und Jugendliteratur und stellten Beispiele aus der Praxis vor.

Der Todestag von Kaiser Augustus jährt sich 2014 zum zweitausendsten Mal. Friedensbringer, Machtmensch, Freund der Literatur, skrupelloser Feldherr? So umstritten die Person des Augustus auch ist, er prägte die Historie des Abendlandes wie kaum ein anderer. In einer Veranstaltungsreihe haben Schüler, Eltern und Lehrer des Albertus-Magnus-Gymnasiums den sogenannten Friedenskaiser aus mehreren Blickwinkeln betrachtet. Tanja Kinkel erschien zu einer Lesung mit ihrem Bestseller "Venuswurf", Prof. Dr. Kunze beleuchtete Augustus in seinem propagandistischen Bildprogramm und Horaz-Vertonungen umrahmten den Vortrag.

Nun wollte sich die Schulfamilie noch dem Einfluss des Kaisers in unserer unmittelbaren Umgebung widmen, und siehe da, man wurde in Augsburg fündig. Der Name der Stadt geht auf das römische Militärlager und die spätere Provinzhauptstadt "Augusta Vindelicum" zurück, die 15 v. Chr. von Kaiser Augustus gegründet worden ist. Diesem Gründungsdatum nach ist Augsburg wohl neben Trier (Augusta Treverorum) die zweitälteste Stadt Deutschlands.