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Zeitreisende Römer begegnen jungen Bayern und Amerikanern, Latein trifft auf Englisch und Bairisch. Daraus entwickelten Schüler des Albertus-Magnus-Gymnasiums einen Kurzfilm, mit dem sie beim "Bundeswettbewerb Fremdsprachen" 1. Landessieger wurden.

210 nach Christus: Ein Geldbeutel fällt in die Donau, ein junger Römer und seine Schwester springen hinterher. Der magische Regensburger Strudel zieht sie ins Jahr 2015 – wo sie an der Steinernen Brücke auf eine Schülerin des Albertus-Magnus-Gymnasiums und ihre amerikanische Austauschschülerin treffen.

Als "navis lusoria" wird ein römischer Kriegsschifftyp der Spätantike bezeichnet. Lusoriae nannte man schmale, flachgehende Ruderboote, die von etwa 30 Ruderern angetrieben wurden. Mit diesen Schiffen fuhren die römischen Soldaten gerade auch in seichten und unübersichtlichen Flussgebieten Patrouille, um rechtzeitig Feinde erspähen zu können.

Der blitzende Helm des Secutors, ein Dreizack und das Netz des Retiarius – gebannt starrten die Fünft- und Sechstklässler des Albertus-Magnus-Gymnasiums in die Arena, die von den Lateinlehrern in der Turnhalle aufgebaut worden war. Dr. Marcus Junkelmann, dem deutschen Historiker und Experimentalarchäologen, Autor von Sachbüchern und Filmdrehbüchern gelang es, die Schülerinnen und Schüler in die Welt der Gladiatoren eintauchen zu lassen und die Atmosphäre der römischen Amphitheater, die den meisten nur aus Hollywoodfilmen bekannt ist, aufleben zu lassen.

Damals wie heute, alt wie jung spielen die Menschen zum Zeitvertreib mit ihren Freunden und Verwandten. Ein beliebtes Spiel bei den Römern war das Rundmühlespiel. Es konnte in einem Ledersäckchen leicht transportiert oder auch jederzeit mit Kreide am Boden aufgezeichnet werden. Die Klasse 6c bastelte sich selbst aus Leder und Granitsteinen ein solch echt römisches Mühlespiel, eine Mola Rotunda.

Singe, Göttin, den Zorn des Peleiaden Achilleus,
der zum Verhängnis unendliche Leiden schuf den Achaiern
und die Seelen so vieler gewaltiger Helden zum Hades
sandte...

Wer kennt es nicht, Homers vielgerühmtes Epos um den trojanischen Krieg mit dem griechischen Helden Achilles im Zentrum des Geschehens? Wie zeitlos und wandelbar der Stoff doch ist, konnten Schülerinnen und Schüler der zehnten bis zwölften Jahrgangsstufen des Albertus-Magnus-Gymnasiums im Metropoltheater in München erfahren. Rüdiger Hacker trug die aus der Feder von Hans-Jörg Schuster stammende bairische Fassung der Ilias und ihrer Vorgeschichte stimmgewaltig und mit tiefbayerischem Charme und Witz vor. Begleitet wurde er von Maria Hafner, deren bayerisches Temperament den Vortrag sowohl musikalisch wie auch mit dem ein oder anderen "Sidekick" bereicherte.