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Martin Ellrodt entführte die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen am Abend des 29. Juni in die Welt der Metamorphosen des Ovid. Die große Kunst des Mythenverkettens, also das spielerische, assoziative Verbinden von Mythen, ohne dass der Zuhörer es merkt, beherrscht der Geschichtenerzähler – wie er sich selber nennt - par excellence. Und dabei hält er sich perfekt an die Art, wie Ovid selbst im Sinne eines "carmen perpetuum" Mythen aneinanderfügt, Motive vernetzt, Schicksalsfäden knüpft, verbindet und löst. Grandios!

Statt wie in früheren Schuljahren realiter durch Glyptothek oder Antikensammlung zu streifen, kamen antike Exponate diesmal mitsamt fachmännischen Erklärungen bequem zu uns nach Hause in Kinderzimmer, Küchen und Homeoffice.

Das Züricher Schauspielhaus gehört zu den bedeutendsten Bühnen im deutschsprachigen Raum. Sonst während des Schuljahres zu weit weg nur für einen Theaterbesuch – während des Lockdowns eine willkommene Abwechslung in Form eines gestreamten Stücks.

So verabredeten sich spontan einige Schüler aus verschiedenen Latein-Klassen zu einem virtuellen Theaterbesuch am streamy thursday, den 18. März 2021. Ob in Anzug / Kleid oder im Schlafanzug, ob bei candle light auf dem Sofa oder im Bett lümmelnd, kauend, trinkend, zockend… es bleibt verborgen.

Memes (von griech. Mimema "Nachgeahmtes") als das Jugendkulturphänomen unserer Zeit sind fester Bestandteil der digitalen Medienwelt. Montierte Bilder mit einem Kommentar werden ähnlich wie Emojis zum Ausdruck für Emotionen genutzt oder in humoristisch-satirischer Absicht. Eine neue Kunstform entsteht.

Angetreten sind George Löhnig in der Kategorie SOLO und Aurelia Feiner, Jannis Kamper, Emilia Koller, David Kerscher, Moritz Rank und Sophie Simm in der Kategorie TEAM SCHULE. Alle genannten Schülerinnen und Schüler besuchen die 8. Klasse.

Sowohl George Löhnig als auch das TEAM "Voice of Troja" konnte in allen Bereichen herausragende Leistungen zeigen.