Renée Sintenis - dies ist der Name einer bislang leider weitgehend unbekannten deutschen Bildhauerin der Klassischen Moderne, deren Werk das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg von 12. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020 eine Sonderausstellung gewidmet hat.

Die wohl wesentlichste Schaffensperiode Sintenis' fand im Berlin der 1920er Jahre statt. Jenem Berlin, das geprägt war vom ekstatischen Tanz auf dem Vulkan, von Gegensätzen, von Glanz und Gosse.

Sintenis pflegte regen Austausch zu den kulturellen Größen ihrer Zeit, Barlach und Benn und so vielen mehr, welche das Kunst- und Geistesleben dieser Jahre zwischen den beiden großen Kriegen so maßgeblich beeinflusst und bis in unsere heutigen Tage nicht an Bedeutung verloren haben.

Im Rahmen meines Kunst W-Seminars "Jeder Mensch ist ein Künstler" (Joseph Beuys) unter der Leitung von Frau Haubelt, habe ich mich ein Jahr mit dem Thema "Mode aus Papier" beschäftigt. In diesem einen Jahr sind unglaublich viele Kreationen entstanden und erst im Laufe der Zeit ist mir bewusst geworden, was man mit dem Kulturgut Papier alles machen kann. Man kann es falten, reißen, aufstellen, weben, stricken, häkeln, knüllen und sogar darauf nähen. Aus all diesen Techniken sind insgesamt 30 Outfits entstanden, die ich in meiner eigenen Modenschau am AMG und mehrfach im DEZ-Einkaufszentrum präsentiert habe. Alle entstandenen Outfits habe ich fotografiert, schwarz-weiß bearbeitet und in eine Zeitschrift gestellt. Teil meiner Aufgabe war es auch, einen Künstler oder eine Künstlerin in meine Arbeiten miteinzubeziehen. Ich habe mich mit der Designerin Jule Waibel beschäftigt und ein Outfit in ihrer V-Faltentechnik gestaltet. Im Nachhinein bin ich allen unglaublich dankbar, die mich so unterstützt haben und die meinen Traum, eine Modenschau zu veranstalten, realisiert haben.