Slideshow4.jpg

"Zukunft braucht Herkunft" – diese Worte des Philosophen Odo Marquard umschreiben glänzend die Intention des Landeswettbewerbs "Alte Sprachen" , nämlich sich tüftelnd, übersetzend und kreativ mit den sprachlichen und kulturellen Grundlagen Europas zu befassen. Josephine Wachsmuth, Matthias Daum und Julius Sobek aus der elften Jahrgangsstufe haben sich erfolgreich in einem Teilnehmerfeld von mehr als 1300 Schülern in Latein durchgesetzt und sich somit für die Runde der letzten 50 qualifiziert.

Josephine, Julius und Matthias übersetzten einen äußerst anspruchsvollen Text des Redelehrers Quintilian nahezu fehlerfrei ins Deutsche. Wieder einmal beweist der Text die Zeitlosigkeit bestimmter Fragestellungen, bei denen die antiken Schriften ein tieferes Verständnis der Gegenwart ermöglichen können. Quintilian setzt sich mit der Frage auseinander, ob es sinnvoller ist, sein Kind in die Hände eines Privatlehrers zu geben oder ob eine öffentliche Schule vorzuziehen ist. Auch erörtert der Rhetoriklehrer die Frage, inwieweit Überbehütung sich negativ auf die Entwicklung der Kinder auswirken kann, eine Diskussion, die auch jetzt wieder unter dem Stichwort "Helikoptereltern" durch die Presse geistert.

In der nächsten Runde müssen unsere drei erfolgreichen Lateiner nun eine Interpretationsklausur bewältigen, die zudem eine kreative Rezeption des jeweiligen Textes fordert.

Wertvolle Buchpreise haben sich die drei Oberstufenschüler bereits jetzt gesichert, in der Runde der letzten Zehn warten dann weitere Geld- und Sachpreise auf sie. Die drei Gewinner dieser dritten Runde werden in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Wir gratulieren ganz herzlich und drücken alle die Daumen für die im Oktober anstehende zweite Wettbewerbsrunde.

Karin Kemmeter