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Die Probenarbeit:

"Bühne frei für das Oberstufentheater!" heißt es drei Mal im Jahr. Bühne frei für Schauspieler, kreative Köpfe und Theaterbegeisterte, die auch hinter den Kulissen wirken wollen. Jeden Montag in der 7. und 8. Stunde trifft sich das Oberstufentheater unter der Leitung von Manuela Dennerlohr zur gemeinsamen Ideenfindung, zur Arbeit am Körperausdruck, zum Stimm- und Artikulationstraining und für die Rollenarbeit. Aufgaben wie Musikauswahl, Maske und Requisite bis hin zur Gestaltung des Bühnenbilds werden unter den Teilnehmern der Theatergruppe aufgeteilt. So hat jeder neben seiner Rolle einen anderen Verantwortungsbereich. Erstaunlich entspannt kamen wir Ende Februar spielerisch am Ziel an: Gemeinsam einen selbst gestaltenden Theaterabend auf die Bühne des AMG und im Sommer in das Thon-Dittmer-Palais zu bringen.

Das Oberstufentheater spielt "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt

Was wir denken, meinte Friedrich Dürrenmatt im 20. Jahrhundert, habe Folgen. Dabei forderte doch Kant als Leitspruch der Aufklärung im Jahr 1784: "Sapere aude!" Was hat sich geändert?

Der Schriftsteller Friedrich Dürrenmatt lebte von 1921 bis 1990, seine Tragikomödie "Die Physiker" entstand 1961, also zur Zeit des Kalten Krieges. In diesem Jahr wurde die Berliner Mauer gebaut, 1962 standen die Supermächte und damit auch die Welt mit der Kubakrise sogar am Rand eines neuen Weltkrieges. In dieser aufgeladenen Zeit stellt der Autor drei Physiker auf die Bühne, die in einem Irrenhaus morden. Einer nach dem anderen tötet eine Krankenschwester, bis schließlich die Chefärztin das Sanatorium in eine Festung verwandelt. Allerdings nicht, wie vom Staatsanwalt gefordert, um die Welt vor den Physikern zu schützen, sondern vielmehr, um ungestört die genialen Erfindungen eines der Insassen für sich und ihre Machtgier auszunützen. Was ihr Patient Möbius gedacht, was er im Irrenhaus erfunden hatte, wird in der Welt nicht ohne Folgen bleiben. Die Auswirkungen der Physik, so Dürrenmatt, betreffen alle. Die Vernichtung der Menschheit ist möglich geworden.

Einen höchst amüsanten Klassiker brachten die Schüler des Oberstufentheaters des Regensburger Albertus-Magnus-Gymnasiums auf die Bretter der Regensburger Tage des Schülertheaters im Thon-Dittmer-Palais. Weit mehr Zuschauer als beim Eröffnungsabend wollten die Aufführung von Molières (mit Dada) "Der eingebildete Kranke" sehen.

 

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