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"Wann ist ein Mann ein Mann"– Wenn er seine männliche Ehre verteidigt, indem er sich für ein blaues Auge mit entsprechenden Mitteln rächt? Für den jungen Jojo keine Frage, denn wie soll man sich als echter "Loser" sonst Anerkennung verschaffen?

Schließlich ist er vom Jugendrichter dazu verdonnert worden, als Strafe für ein geklautes Mofa Wände im Seniorenheim zu streichen – keine Tätigkeit, die einem in der Clique Pluspunkte einbringen würde! Aber dafür bei Leo, einem Bewohner, auf den Jojo bei seinem unfreiwilligen Malerjob zufällig trifft. "Du hast ja richtig Charakter!", stellt dieser anerkennend fest, als er erfährt, dass Jojo den Diebstahl gar nicht selbst begangen hat, sondern die Schuld sowie die "Strafarbeit" für einen anderen auf sich nimmt. Und Jojo stellt seinerseits fest, dass der alte Opa im Lehnstuhl kein sperriges Möbelstück ist, das nur im Weg herumsteht, sondern ein aufmerksamer Zuhörer.

In der Ringparabel aus "Nathan der Weise" entwirft Lessing die Idee von der ursprünglichen Verwandtschaft der drei Religionen Judentum, Christentum und Islam, die zu einem Kerngedanken der Aufklärung wird. Kein Wunder, dass dieses Drama nach wie vor in der Schule behandelt wird. Aber echt jetzt? Lessing heute noch lesen? Auch wir setzten uns damit auseinander und konnten dazu am 23. Januar zudem eine besondere Aufführung des Jungen Theater Regensburg ansehen.

Auch dieses Jahr konnte das Albertus-Magnus-Gymnasium eine lang währende Tradition einhalten: die vorweihnachtliche Lesung für unsere "Jüngsten". Schon zum 26. Mal besuchte uns Herr Heuberger, Schauspieler am Regensburger Theater, um für unsere Fünft- und Sechstklässler aus einem aktuellen Jugendbuch vorzulesen. Dabei erfuhr das Publikum erst kurz vor dem Vortrag den Titel des geheim gehaltenen Buches.

Dieses Mal sei es eine schwere Aufgabe gewesen, einen geeigneten Lesestoff zu finden, meinte Herr Heuberger, denn die Auswahl sei sehr groß gewesen. Seine Frau und er hätten in etwa zehn verschiedenen Büchern geschmökert. Die Wahl fiel schließlich auf QUENDEL von Caroline Ronnefeldt.

Auch in diesem Schuljahr nahmen die sechsten Klassen des Albertus-Magnus-Gymnasiums am bundesweiten Vorlesewettbewerb statt. Im Rahmen des Deutschunterrichts wurden die jeweiligen Klassensieger ermittelt und diese traten beim großen Schulentscheid am Donnerstag, den 06. Dezember 2018 in der vollbesetzten Schulaula gegeneinander an, um den Schulsieger am AMG zu ermitteln.

Wohin führen uns unsere Lehrer denn heute? Was sind das für graue, trostlose Räume unter dem gewohnten Schulgebäude? Warum ist das hier so staubig und dunkel?

Gespannt und aufgeregt zogen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c in den AMG-Untergrund. Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags am 16. November, der unter dem Motto "Natur und Umwelt" stand, hatte ihre Klassen- und Deutschlehrerin Frau Dennerlohr einen besonderen Ort ausgewählt. Dort wurde ihnen von der Lesepatin Frau Wutz aus dem Buch "Evolution" von Thomas Thiemeyer vorgelesen und schon bald merkten die Kinder, warum diese düstere Umgebung sich gut zum Inhalt des Buches fügte:

Graphic Novel - illustrierter Roman: Autoren und Verlage nennen so Buchcomics, die nur entfernt an Geschichten von Mickey Mouse erinnern. Tatsächlich handelt es sich um anspruchsvolle und meist mehrere 100 Seiten lange Bilderromane, die auch in Deutschland in den letzten Jahren verstärkt wahrgenommen werden.

In unserer Bibliothek im Haupthaus kann nun seit dem 16. November eine kleine, aber feine Ausstellung von Graphic Novels präsentiert werden. Zu sehen sind einerseits Illustrationen von Literatur, die häufig am Gymnasium gelesen wird, wie Kafkas "Verwandlung" und seine Erzählung "Das Urteil". Auch E.T.A. Hoffmanns "Sandmann", Goethes "Zauberlehrling" oder das "Tagebuch der Anne Frank" konnten viele möglicherweise schon auf einer rein textlichen Ebene kennen lernen. Einen anderen Zugang, eben über die Illustration, bieten die ausgestellten Bücher. Zudem finden sich auch Themen, die zunächst kaum illustrierbar scheinen wie die Tschernobyl-Katastrophe 1986 und die Judenvernichtung, dargestellt an Art Spiegelmans "Maus".

Möglichst viele Schülerinnen und Schüler sollen die Gelegenheit bekommen, einmal im Jahr eine Vorstellung des Stadttheaters Regensburg zu erleben. Dies ist das Ziel der Kooperation mit Schulen, die den Titel "Dein THEATER!" trägt und die das AMG als Partnerschule seit einigen Jahren erfolgreich durchführt.

Nachdem in diesem Schuljahr bereits die fünften und sechsten Jahrgänge eine Vorstellung ansehen konnten, machten sich die neunten Jahrgänge am 24. Oktober auf den Weg, um die Produktion "Michael Kohlhaas" nach einer Novelle von Heinrich von Kleist zu besuchen. Aus diesem Anlass wurden Schüler der Klasse 9c interviewt.

Wer kennt Yoda nicht! Ein kleines, grünes Männchen im Star-Wars-Universum. Allerdings ist dieser Yoda auch eine wichtige Figur in einem Jugendbuch mit dem Titel "Yoda ich bin, alles ich weiß!" von Tom Angleberger. Und zwar, um genau zu sein, eine Origami-Figur am Finger des Außenseiters Dwight.

Der Klasse 5c hat es viel Spaß gemacht, dieses Buch gemeinsam zu lesen und ganz besonders neugierig waren wir, wie das Stadttheater Regensburg die Geschichte auf die Bühne bringt. Denn in dieser Spielzeit hat dieses Stück dort Uraufführung. Bereits am 5. Oktober waren die 6. Klassen mit ihren Lehrern losgezogen und am 11. Oktober waren schließlich alle Fünftklässler unterwegs.

Am 21.2.2018 gab es für die fünften Klassen eine Lesung des Autors Jürgen Banscherus. Er wurde durch seine Kwiatkowski-Reihe bekannt, aus der im Juni 2018 der 26. Band erscheint. Hier am AMG stellte er allerdings ein ganz anderes Buch vor, nämlich "Der unglaubliche Lauf der Fatima Brahimi".

Nachdem in den Deutschkursen der Q11 die Weimarer Klassik intensiv behandelt worden war, hatten wir die Möglichkeit, das erlangte Wissen über diese bedeutende Epoche vor Ort vertiefen zu können. Am Donnerstag, den 18. Mai, pünktlich um acht Uhr fuhren die Busse vor dem Albertus-Magnus-Gymnasium ab und brachten uns sicher nach Weimar. Nachdem wir unser Gepäck im A&O-Hostel abgestellt hatten, startete das Programm individuell für jeden Deutschkurs.So machte unser Teil der Jahrgangsstufe sich auf den Weg in die Weimarer Innenstadt und gewann einen ersten Eindruck. Für uns ging es bereits eindrucksvoll mit dem Besuch des wunderschön angelegten Stadtparks und der Besichtigung des in dem Park gelegenen Gartenhauses von Goethe weiter. Dort konnte man viele originale Gegenstände aus Goethes Leben bewundern und in idyllischer Umgebung das Drama "Antigone", das wir am darauffolgenden Tag im Nationaltheater besuchen wollten, vorbesprechen.