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Auch in diesem Schuljahr nahmen die sechsten Klassen des Albertus-Magnus-Gymnasiums am bundesweiten Vorlesewettbewerb statt. Im Rahmen des Deutschunterrichts wurden die jeweiligen Klassensieger ermittelt und diese traten beim großen Schulentscheid am Donnerstag, den 06. Dezember 2018 in der vollbesetzten Schulaula gegeneinander an, um den Schulsieger am AMG zu ermitteln.

Wohin führen uns unsere Lehrer denn heute? Was sind das für graue, trostlose Räume unter dem gewohnten Schulgebäude? Warum ist das hier so staubig und dunkel?

Gespannt und aufgeregt zogen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c in den AMG-Untergrund. Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags am 16. November, der unter dem Motto "Natur und Umwelt" stand, hatte ihre Klassen- und Deutschlehrerin Frau Dennerlohr einen besonderen Ort ausgewählt. Dort wurde ihnen von der Lesepatin Frau Wutz aus dem Buch "Evolution" von Thomas Thiemeyer vorgelesen und schon bald merkten die Kinder, warum diese düstere Umgebung sich gut zum Inhalt des Buches fügte:

Graphic Novel - illustrierter Roman: Autoren und Verlage nennen so Buchcomics, die nur entfernt an Geschichten von Mickey Mouse erinnern. Tatsächlich handelt es sich um anspruchsvolle und meist mehrere 100 Seiten lange Bilderromane, die auch in Deutschland in den letzten Jahren verstärkt wahrgenommen werden.

In unserer Bibliothek im Haupthaus kann nun seit dem 16. November eine kleine, aber feine Ausstellung von Graphic Novels präsentiert werden. Zu sehen sind einerseits Illustrationen von Literatur, die häufig am Gymnasium gelesen wird, wie Kafkas "Verwandlung" und seine Erzählung "Das Urteil". Auch E.T.A. Hoffmanns "Sandmann", Goethes "Zauberlehrling" oder das "Tagebuch der Anne Frank" konnten viele möglicherweise schon auf einer rein textlichen Ebene kennen lernen. Einen anderen Zugang, eben über die Illustration, bieten die ausgestellten Bücher. Zudem finden sich auch Themen, die zunächst kaum illustrierbar scheinen wie die Tschernobyl-Katastrophe 1986 und die Judenvernichtung, dargestellt an Art Spiegelmans "Maus".

Möglichst viele Schülerinnen und Schüler sollen die Gelegenheit bekommen, einmal im Jahr eine Vorstellung des Stadttheaters Regensburg zu erleben. Dies ist das Ziel der Kooperation mit Schulen, die den Titel "Dein THEATER!" trägt und die das AMG als Partnerschule seit einigen Jahren erfolgreich durchführt.

Nachdem in diesem Schuljahr bereits die fünften und sechsten Jahrgänge eine Vorstellung ansehen konnten, machten sich die neunten Jahrgänge am 24. Oktober auf den Weg, um die Produktion "Michael Kohlhaas" nach einer Novelle von Heinrich von Kleist zu besuchen. Aus diesem Anlass wurden Schüler der Klasse 9c interviewt.

Wer kennt Yoda nicht! Ein kleines, grünes Männchen im Star-Wars-Universum. Allerdings ist dieser Yoda auch eine wichtige Figur in einem Jugendbuch mit dem Titel "Yoda ich bin, alles ich weiß!" von Tom Angleberger. Und zwar, um genau zu sein, eine Origami-Figur am Finger des Außenseiters Dwight.

Der Klasse 5c hat es viel Spaß gemacht, dieses Buch gemeinsam zu lesen und ganz besonders neugierig waren wir, wie das Stadttheater Regensburg die Geschichte auf die Bühne bringt. Denn in dieser Spielzeit hat dieses Stück dort Uraufführung. Bereits am 5. Oktober waren die 6. Klassen mit ihren Lehrern losgezogen und am 11. Oktober waren schließlich alle Fünftklässler unterwegs.

Am 21.2.2018 gab es für die fünften Klassen eine Lesung des Autors Jürgen Banscherus. Er wurde durch seine Kwiatkowski-Reihe bekannt, aus der im Juni 2018 der 26. Band erscheint. Hier am AMG stellte er allerdings ein ganz anderes Buch vor, nämlich "Der unglaubliche Lauf der Fatima Brahimi".

Nachdem in den Deutschkursen der Q11 die Weimarer Klassik intensiv behandelt worden war, hatten wir die Möglichkeit, das erlangte Wissen über diese bedeutende Epoche vor Ort vertiefen zu können. Am Donnerstag, den 18. Mai, pünktlich um acht Uhr fuhren die Busse vor dem Albertus-Magnus-Gymnasium ab und brachten uns sicher nach Weimar. Nachdem wir unser Gepäck im A&O-Hostel abgestellt hatten, startete das Programm individuell für jeden Deutschkurs.So machte unser Teil der Jahrgangsstufe sich auf den Weg in die Weimarer Innenstadt und gewann einen ersten Eindruck. Für uns ging es bereits eindrucksvoll mit dem Besuch des wunderschön angelegten Stadtparks und der Besichtigung des in dem Park gelegenen Gartenhauses von Goethe weiter. Dort konnte man viele originale Gegenstände aus Goethes Leben bewundern und in idyllischer Umgebung das Drama "Antigone", das wir am darauffolgenden Tag im Nationaltheater besuchen wollten, vorbesprechen.

Heutige Schüler interessieren sich nicht mehr für mittelalterliche Literatur. Von wegen. Wer dies dachte, wurde am 22.12.16 um 14.30 Uhr eines Besseren belehrt. Zu dieser Zeit erkundete nämlich die Klasse 7B im Rahmen der Unterrichtssequenz zum Themenkomplex Mittelalter im Fach Deutsch unter Leitung von Frau Dr. Wolfsteiner zusammen mit den Referendaren Frau Rössler und Herrn Dr. Stierstorfer die mittelalterliche Burg Prunn bei Riedenburg, wo eine bedeutende Abschrift des Nibelungenlieds – der weltbekannte "Prunner Codex" – gefunden wurde. Gleich bei der Ankunft stellten die Schüler fest, dass die 800 Jahre alte Burg aus mehreren Teilen besteht, mit denen sie bereits im Unterricht vertraut gemacht worden waren: Einem tiefen Burggraben, einer langen Zugbrücke, einem offenen Zwinger, einer Kemenate und einem prächtigen Palas. In der Epoche der Romantik wurde die Burg in ein Schloss umgewandelt, wie einer Info-Tafel zu entnehmen war.

Kinder lieben Geschichten, und ganz besonders, wenn sie ihnen vorgelesen werden.

Deshalb ist die alljährliche, in der Vorweihnachtszeit stattfindende Lesung mit dem Schauspieler Michael Heuberger inzwischen eine fest etablierte Veranstaltung für unsere jüngsten Schüler am AMG. Dieses Jahr fiel die Wahl auf das Jugendbuch "Woodwalkers" von Katja Brandis.

Nicht nur Geschichten lassen sich erfinden, auch neue Wörter sprudeln manchmal aus einem heraus. Diese Erfahrung konnten die Schüler der Klasse 6a machen, die nicht nur ihren Dialekt-Speicher anzapften oder sogar im "Schmeller", dem bayerischen Wörterbuch, nachschauten, um altbekannte Märchen aus aller Welt so darzubieten, dass etwas Neues entstehen konnte. Nein, es kam sogar zu solchen Wortschöpfungen wie dem "Schillichselaxerer" oder dem "Graschlabuxibit", die dann zeigten, wie viel Spaß das Spiel mit der Sprache macht. Und auch das Sprechen. Denn so richtig schön sind Märchen ja erst, wenn sie erzählt werden. Dazu hatten die besten Geschichtenschreiber die Gelegenheit beim Vorlesewettbewerb. Gerne ließ sich das Publikum mit den Abenteuern vom Kumpelrumpelbambumpel, äh … natürlich einem Riesen, und anderen Gesellen die Zeit vertreiben, bis die Jury des Vorlesewettbewerbs ihre Entscheidung gefunden hatte. Wer nun neugierig geworden ist: Am 23. Dezember werden die Künstler ihre Texte im Rahmen des Weihnachtsbasars noch einmal zum Besten geben. Mit einer Klangsprache, die dazu einlädt, Spaß an der Sprache und am Dialekt, an Märchen und dem Miteinander zu haben.