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Beim Regionalentscheid von "Jugend debattiert" setzen sich vier Schülerinnen aus Kelheim und Regensburg durch.
Von Louisa Knobloch, MZ 24. Februar 2016 18:05 Uhr

Wählen gehen im Supermarkt – für Alina Kolb und Tatjana Breu ist das eine gute Idee. "Das bringt die Politik den Menschen näher und hilft, die Wahlbeteiligung zu steigern", meint Alina und führt Schweden als Beispiel an, wo es eine solche Regelung bereits gibt. Eva Freidl und Max Reger halten dagegen: Wer sonntags nicht ins Wahllokal gehen wolle, habe ja die Möglichkeit der Briefwahl. Ein Supermarkt sei zudem nicht so seriös wie ein richtiges Wahllokal.

Beim Regionalfinale von "Jugend debattiert" an der Universität Regensburg vertreten die Pro- und Kontra-Teams ihre Standpunkte sachlich, aber durchaus energisch. Argumente werden vorgebracht und von der Gegenseite entkräftet. Ist die Redezeit erreicht, erklingt eine Glocke.

Wie jedes Jahr befindet sich um diese Zeit das AMG im Debatten-Fieber: Die Schulentscheide für "Jugend debattiert" laufen seit letzter Woche. Die besten der achten und neunten Jahrgangsstufe stehen bereits fest: Sissi Kupf (9a), Julia Behrer (9c), Lara Pöschl (9d) und Isabel Osse (9c).

Regionalentscheid "Jugend debattiert" an der Universität Regensburg: Wir gratulieren Lara Pöschl (8 d) zu ihrem hervorragenden ersten Platz in der Sekundarstufe I und wünschen ihr viele positive Erfahrungen beim gewonnenen Rhetorik-Kurs und weiteren Erfolg beim Landesfinale in München!

Offenheit, Respekt, Konfliktkompetenz. Dies sind nur einige Persönlichkeitseigenschaften, die nach dem Sprecherzieher Roland Wagner durch rhetorische Übungen wie das Debattieren gefördert werden. Wer die diesjährigen Schuldebatten am 12. und 13. Januar verfolgte, konnte sich nicht nur von diesen Kompetenzen der 24 Schüler und Schülerinnen überzeugen lassen, sondern auch von den eigentlich der Bewertung zugrundliegenden, nämlich Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Debattiert wurde u.a. zu den Themen, ob der Schultag an unserer Schule anders rhythmisiert werden soll und ob für Beschäftigte des öffentlichen Personenverkehrs das Streikrecht eingeschränkt werden soll.