Slideshow9.jpg

Als "unerlässlich für die Schüler des Gymnasiums" legt unser Lehrplan den "Erwerb überfachlicher Kompetenzen" fest. Im Kontext der "kooperativen Arbeitsfelder" finden sich hier Aspekte wie Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, aber selbstverständlich auch Sachkompetenz im Zusammenhang mit der Urteilsfähigkeit und auch die Methodenkompetenz, beispielsweise im Hinblick auf die Beschaffung von Informationen. Das Projekt "Jugend debattiert" bietet dazu jedes Jahr aufs Neue mit speziell geschulten Lehrkräften, abwechslungsreichen Methoden und transparenten Kriterien wie Sachkenntnis, Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft und schließlich auch mit den Schuldebatten eine gezielte und fundierte Grundlage.

Neu in diesem Schuljahr war die öffentliche Schlussdebatte in der Aula. Vier Schüler, die besten der achten und neunten Jahrgangsstufe, traten nicht nur gegeneinander an, sondern auch vor allen ihren Klassenkameraden. Allein dabei würde manch ein Erwachsener möglicherweise zu einem Vermeidungsverhalten neigen. Eigene Recherche, Austausch und Absprache mit den Mitschülern gingen der Debatte zum Thema "Soll für die Nutzung von sozialen Medien eine Klarnamenpflicht eingeführt werden" voraus und ergänzten die in den Klassen durchgeführten Trainingssequenzen zur Argumentation.

Als Grund für den "Erwerb überfachlicher Kompetenzen" werden im Lehrplan die "Verbesserung der Arbeitsqualität" und die "Formung einer gefestigten Persönlichkeit" genannt. Aber nicht nur aus diesen Gründen ist dieses Projekt besonders sinnvoll. Die Schüler werden damit auch intensiv mit der Förderung einer kritischen Mündlichkeit zu einer Mündigkeit erzogen und damit letztlich "im Geiste der Demokratie", wie es in unserer Bayerischen Verfassung heißt. Das Motto unserer Schule „denken wagen“ braucht die Bereitschaft und Fähigkeit des reflektierten, fundierten und öffentlichen Austausches. Diese stellten besonders eindrucksvoll die vier Besten ihrer Jahrgänge unter Beweis.

Sieger:
1. Johannes Plößl (8a)
2. Maximilian Lauer (9c)
3. Aleksandra Brewka (8b)
4. Johannes Boeckh (9a)

(Manuela Dennerlohr, Tobias Eiblmaier)