Die ersten zwei Wochen der Sommerferien in einer Schule verbringen? Das klingt zunächst einmal nicht besonders vielversprechend. Als eine von 60 Schülerinnen und Schülern, die an der Europäischen Talent Akademie (ETA) 2017, die von der Fraunhofer-Gesellschaft organisiert wird, teilnehmen durften, habe ich jedoch genau das getan und habe es nicht bereut.

Als ich im Frühjahr erfuhr, dass ich mich auf die Teilnahme bei einer der Sommerakademien der Deutschen Schülerakademie (DSA) bewerben dürfe, habe ich mir unter einer solchen Veranstaltung zunächst nicht viel mehr als ein in die Ferien ausgelagertes Lernen vorstellen können. Doch diese Erwartung wurde schon kurze Zeit später, nämlich als ich mir das Kursangebot auf der Homepage der DSA angeschaut habe, widerlegt. Neben zahlreichen Akademien in Deutschland bin ich dort nämlich auch auf spannende Angebote von Kooperationspartnern aus Österreich, Polen und Litauen gestoßen. Daraufhin habe ich schnell den Wunsch gefasst, an einem Programm im Ausland teilzunehmen. Da die Akademie in Polen aber ausschließlich auf Polnisch abgehalten werden sollte und diejenige in Österreich in der Schulzeit lag, blieb schließlich nur die englischsprachige "Summer Academy 2017" in Litauen. Diese sollte Mitte August in Nida, einem ehemaligen Fischerdorf auf der kurischen Nehrung, das nur wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt, stattfinden.