Verliehen wird der von der Regensburger Druckerei Aumüller ausgelobte Preis, so steht es in der Ausschreibung, für Engagement und ein besonderes Projekt, das neue Wege beschreitet und Qualität an der Schule sichert. Diesen Kriterien entsprachen offensichtlich die beiden in den vergangenen zwei Jahren durchgeführten Projekte "Achtung Plastik!" und "Ein Klimaschutz-Jahr" der Umweltgruppe des AMG, die damit den ersten Preis holte. Die Urkunden und Preisgelder wurden im feierlichen Rahmen von Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und Herrn Aumüller überreicht.

 

Selbstbewusst und mit ansteckendem Elan präsentierten die jungen Umweltaktivistinnen ihre Projekte vor großem Publikum und fanden großen Beifall. Im Plastikjahr wurden nach einer Phase der Recherche und Planung folgende Schritte in Angriff genommen: Sammeln von Plastikpfandflaschen, Trennung des Plastikmülls mit gelben Säcken, Einführung der umweltfreundlichen Coffee-to-go-again-Becher mit AMG-Logo, Ersatz der Plastiktüten der Nikolausaktion durch Papiertüten aus Fehlkopien, Einführung von Pfandflaschen in der Schulmensa, Durchführung einer Ausstellung zum Thema „Plastik und Weltmeere“ in der Aula, Basteln einer Uhr zum Plastikverbrauch und zahlreicher Upcycling-Produkte aus Plastikmüll und der Besuch eines Unverpackt-Ladens. Die verschiedenen Spenden und Einnahmen wurden passend zum Projekt an die Greenpeace-Plastikkampagne gespendet.

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In einem zweiten Projekt nahmen sich die jungen Umweltschützerinnen das Thema "Energie und Klimawandel" vor. Hier wurde die bisher größte Demonstration in Regensburg zum Kohle-Ausstieg organisiert, aus den Einnahmen des Quittengelee-Verkaufs wurden zwei Kleinstwasserturbinen nach Kamerun gespendet sowie eine Ausstellung vom Bund Naturschutz zum Thema Energiesparen in der Aula aufgebaut und betreut. Bei der Ausstellungseröffnung beschenkten die Mädchen sieben Lehrkräfte, die privat auf echten Ökostrom umgestiegen waren, mit Fresskörben und machten schöne Jubelfotos mit ihnen.

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Einen Scheck von 1000 Euro erhielt das AMG von der Druckerei Aumüller, ein Betrag, der wahrscheinlich in eine Honigschleuder für die schuleigene Imkerei investiert werden soll.

Neben der Umwelt-AG präsentierte das AMG aber noch zwei weitere Projekte, die viel Zustimmung im Publikum fanden. Studienrätin Haubelt stellte das jahrgangsstufenübergreifende Projekt eines Mosaiks vor, das das Porträt des griechischen Universalgelehrten Aristoteles bildete, denn auch für die Schule gilt, dass "das Ganze mehr als die Summe seiner Teile ist", wie der Philosoph sagte. Ein literarisches Projekt gewaltiger Dimension präsentierte die Schriftstellerin Barbara Krohn den interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern. "Keine Leichen im Keller" – so lautet der Titel des Romans, den fünf SchülerInnen im Kurs "Kreatives Schreiben" der Regensburger Schülerakademie unter Frau Krohns Leitung gemeinsam am AMG geschrieben haben.

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Insgesamt war die Preisverleihung eine gelungene Veranstaltung und man ging um viele Ideen bereichert nach Hause.

Karin Kemmeter