Zwei sehr gelungene Vorführungen zeigte das Oberstufentheater. Es überzeugte mit Spielfreude, ausdrucksstarkem Sprechen und nicht zuletzt durch interessante Texte.

Manche finden unsere Zeit und Realität "stranger than fiction". Die Produktion blieb mit ihrer Collage bei dem Erdachten von verschiedenen Autoren und lud dabei zur Irritation ein. Der Titel der Aufführung "Stranger Things" lehnte sich an eine Serie mit gleichem Namen an, nicht nur, weil seltsame Dinge oder eine seltsame Sprache auf die Bühne gebracht wurden. Es wurde auch eine Art Parallelwelt geöffnet.

Im ersten Teil des Programms zeigten zwei Clowns die spaßige und damit vielleicht auch eher oberflächliche Seite der "Humanisten", einem Text von Ernst Jandl. Während ihres Spiels tauchten immer wieder Gestalten von einer anderen Seite auf, die sich von bestimmten Wörtern oder Gesprächsinhalten angezogen fühlten und mit ihrem Ernst und Intellekt, ihrer Bissigkeit und Ironie den Spaß durchbrachen. Mit dem zweiten Teil wechselte das Publikum mit den Clowns die Seiten. Das Dunkle bestimmte nun die "Humanisten", die andere Seite ließ sich aber wiederum nicht einsperren.

Dabei wurde keine logische Welt dargestellt. Es wurde mit Orten, der Zeit, der Handlung und der Sprache gespielt und so wurden Szenen entworfen, die grotesk und absurd waren. Und das Publikum unterhielten.

Manuela Dennerlohr