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Die alljährliche Physik-Exkursion führte die Lehrerinnen und Lehrer der Fachschaft Physik und weitere interessierte Kollegen im Juli nach Kelheim zur Firma Beta-Gamma-Services. Bei der Firma handelt es sich um einen Spezialdienstleister, der nach eigenen Aussagen keine eigenen Produkte herstellt, sondern Produkte von Fremdfirmen veredelt. Es werden vor allem die mechanischen und chemischen Eigenschaften von Produkten verbessert sowie medizinische Produkte sterilisiert. Diese Ziele werden – daher das Interesse der Physiker – mit radioaktiver Bestrahlung erreicht. Dabei müssen die Waren der Fremdfirmen in der Regel nicht einmal ausgepackt werden.

Die Bestrahlung mit Beta- oder Gammastrahlung hinterlässt auf den Produkten keinerlei radioaktive Rückstände. Eine Bestrahlungsanlage aufzubauen und von der zuständigen Behörde für Strahlenschutz genehmigen zu lassen, stellt einen großen technischen, finanziellen und bürokratischen Aufwand dar. Deswegen lohnt es sich für die allermeisten Firmen nicht, eigene Bestrahlungsanlagen zu betreiben. Für die Lehrkräfte des AMG war es sehr interessant, einen Einblick in die praktische großindustrielle Nutzung der Radioaktivität zu erhalten, ein Thema das sie sonst hauptsächlich theoretisch unterrichten. Der Produktionsleiter führte die Lehrer drei Stunden lang durch den Betrieb und ließ mit seinen kompetenten und detailreichen Erklärungen keine Fragen offen. Die Erkenntnisse dieser Exkursion werden kommendes Schuljahr mit Sicherheit den Physikunterricht für die Schüler am AMG bereichern.

Florian Maier