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Trotz gefühlt subtropischer Temperaturen füllte sich der Neuhaussaal zum diesjährigen Sommerkonzert des AMG am 18. Juli 2016 fast bis auf den letzten Platz. Dank eines kurzweiligen Programms sollten die Besucher denn auch für die ausgestandene Hitze gebührend entschädigt werden.

Den Anfang machte der Chor der Klassen 8 bis 12. Unter Leitung von StD Florian Heigenhauser wurde Stevie Wonders Hit "As" in einem Arrangement von Carsten Gerlitz zu Gehör gebracht. Eine kleine feine Truppe von Schülern der Chorklasse 6 sang in unbeschwerter Manier "We are the people" des australischen Duos Empire of the Sun. Anschließend zeigte der Unterstufenchor unter dem Dirigat von OStRin Susanne Gallhuber sein Können, wobei er kompetent von einer kleinen Band begleitet wurde. Dass die jungen Sängerinnen und Sänger nicht nur Stimmungslieder überzeugend darbieten (so performten sie den aktuellen Song "Renegades" und Duffys Allzeitklassiker "Mercy"), bewiesen sie mit der irischen Weise "May the road rise to meet you", die sie – lediglich von LAss Ludwig Schwarztrauber am Piano begleitet – innig und dennoch mit dem nötigen starken Ausdruckswillen gestalteten.

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Gänzlich andere Töne schlug daraufhin das Orchester an. Die Nachwuchsmusiker um StD Michael Oppelt entführten die Zuhörer mit einer Gavotte von William Boyce ins England des 18. Jahrhunderts, woraufhin sie mit zwei Filmmusiken den Bogen in die Gegenwart spannten. Auch der nächste Beitrag ließ sich unter der Rubrik Filmmusik subsumieren: More than Five, eine Formation von sechs Achtklässlerinnen des AMG, interpretierte einen Ausschnitt aus dem Film "Pitch Perfect 2". Dabei beeindruckten die jungen Damen nicht nur mit ihren Stimmen, sondern sie wussten das Publikum auch mit einer eigens erarbeiteten Choreographie mitzureißen. In Erinnerung an den im Januar verstorbenen David Bowie setzte ihm der große Chor mit drei seiner Songs, die von StD Florian Heigenhauser für sein Vokalensemble sowie zwei Geigen und zwei Celli gekonnt arrangiert wurden, ein klingendes Denkmal. Neben einigen reizvollen Effekten (wie etwa einem riesigen Glissando des gesamten Chors) muss an dieser Stelle besonders das Spiel der vier Instrumentalisten hervorgehoben werden, die sowohl ein solides Fundament bildeten als auch an geeigneter Stelle beachtliche Soloqualitäten offenbarten.

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Nach der Pause ging es schmissig weiter. Aloys Gsenger hatte mit dem Bläserensemble drei wahre Gassenhauer einstudiert: So erklangen Big Joe Turners "Shake, rattle and roll", Irene Caras beliebtes "Flashdance... What a feeling" und mit "Hang on Sloopy" einer der Ohrwürmer der 1960er Jahre, den das Bläserensemble zusammen mit dem Sänger Jakob Brüll aus der Q11 aufführte. Als Dankeschön für den Applaus folgte mit Glenn Millers "In the mood" eine kleine Zugabe. Krönender Abschluss des Konzerts war das Kammerorchester unter StD Michael Oppelt. Zunächst intonierten die Musiker die Coriolan-Ouvertüre aus der Feder Beethovens, deren unterschiedliche Facetten - angefangen bei den imposanten tutti-Stellen bis hin zu den filigranen Bläsereinwürfen - differenziert herausgekehrt wurden. Beschwingt wurde das Auditorium schließlich mit zwei der Ungarischen Tänze Brahms' in den Abend entlassen. So ging ein rundum gelungenes Konzert zu Ende, das schon jetzt Lust auf seine Fortsetzung gemacht hat.

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Anja Onasch