• Startseite 11
  • Startseite 1
  • Startseite 9
  • Startseite 8
  • Startseite 7
  • Startseite 6
  • Startseite 5
  • Startseite 4
  • Startseite 3
  • Startseite 2
  • Startseite 10

In diesem Schuljahr habe ich, George Löhnig (9. Klasse), wieder am Bundeswettbewerb Fremdsprachen in der Kategorie "SOLO" mit der Wettbewerbssprache Latein teilgenommen und wieder einen Preis gewonnen, dieses Jahr den zweiten Preis. Startberechtigt waren Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10. Zunächst musste ich einen zweiminütigen lateinischen Film drehen, in dem ich als Fremdenführer ein römisches Bauwerk vorstelle.

Fremdsprachenwettbewerb2021
George als Fremdenführer vor San Clemente (Rom)

Ich habe mich für die Kirche San Clemente in Rom entschieden, denn anhand der Baugeschichte dieser Kirche lässt sich vieles über die Geschichte der Stadt Rom und ihrer Kultur erfahren. In vorchristlicher Zeit befand sich an der Stelle der heutigen Kirche eine Münzpresse, in deren Untergeschoss der Mithraskult gepflegt wurde. Im 4. Jahrhundert funktionierte man das Gebäude zur Kirche um. Der heutige Kirchenbau ist im 12. Jahrhundert entstanden, nachdem der Vorgängerbau von den Normannen zerstört worden war. Natürlich treten in dem Film, den ich als zoom-meeting inszeniert habe, auch Mithras und ein römischer Münzpräger auf, die sich über die Monopolisierung ihres Gebäudes und seiner Geschichte durch die christliche Kirche beklagen.

Normalerweise besteht der zweite Teil des Wettbewerbs aus einer mehrstündigen Klausur. Wegen der Corona-Pandemie wurden jedoch die Regeln geändert: Die Wettbewerbsleitung schickte uns zum Klausurtermin einen lateinischen Text, den wir auf deutsch paraphrasieren sollten. Anschließend war zum Thema des Textes – eine Arena stürzt während der Zirkusspiele ein, wobei viele Menschen sterben – eine Erlebnisgeschichte zu verfassen. Ich habe mich entschieden, nicht in deutscher, sondern in lateinischer Sprache zu schreiben (obwohl das gar nicht vorgesehen war). Die Wettbewerbsleitung genehmigte dies.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus meinem Text, der aus der Perspektive eines römischen Jungen geschrieben ist, der erstmal seinen Vater zu den Zirkusspielen begleiten darf. Alle warten auf den Beginn der Spiele. Und dann:

Statilius iussit praeconem initium spectaculorum gladiatorum pronuntiare, cum pater crepitum mirum audivit. Pater me statim iussit amphitheatrum secum per aditum proximum relinquere. Amphitheatro relicto porro cucurrimus. Subito strepitum magnum audivimus, nos cir-cumvertimus, amphitheatrum collabi vidimus. Pater et ego felicissimi eramus. Nunc undique ululatum et gemitum audiebamus. Plurimi spectatores et ei, qui circum amphitheatrum fuerant, aut laesi aut vulnerati aut occisi sunt. Gabini statim venerunt, ut homines miseros iuvarent. Vesperi, cum multi mortui et vulnerati in ruinis reperti essent, domum vecti sumus, adhuc ululatum audivimus. Maesti eramus, quod spectacula clade finita, multi laesi aut mortui erant.

Wer eine Übersetzung möchte, kann sich gerne an mich wenden! 😉
George Löhnig