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Am Montag, den 03. Februar, fand an unserer Schule am Nachmittag eine Veranstaltung für die Oberstufe mit Campus Asyl statt. Die Regensburger Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, geflüchtete Menschen und ihre Integration in unserer Stadt zu unterstützen, informierte die Schülerinnen und Schüler in einem kleinen Überblick über das Asylverfahren, die Situation von Geflüchteten in der Erstaufnahme-Einrichtung (inzwischen sogenanntes Anker-Zentrum) und über die Arbeit von Campus Asyl.

Frau Müller von Campus Asyl kam mit zwei Geflüchteten, Yusuf aus dem Tschad und Marti aus Afghanistan, an unsere Schule. Zu dritt informierten sie in einem Vortrag zuerst über Fluchtursachen sowie den komplizierten und unterschiedlich langen Ablauf von Asylverfahren je nach Herkunftsland und Fluchtgrund, woraus sich auch unterschiedlich hohe Anerkennungsquoten ergeben. Die Geflüchteten berichteten auch von ihrem Leben in der Unterkunft und manchen Schwierigkeiten mit bürokratischen Regelungen, z.B. beim Einlösen von Gutscheinen (Sachleistungen anstelle von Bargeld), oder wann jemand von ihnen eine Arbeitserlaubnis erhält. Sie erläuterten, wie wichtig es für die Integration aller Geflüchteten ist, die oft monatelang auf ihren Asylbescheid warten, Deutsch lernen zu können. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich sehr interessiert und stellten viele Fragen, die auch bereitwillig beantwortet wurden. Dazu trug wohl auch die lockere Gesprächsatmosphäre bei, die die Besucher vermittelten.

Am Schluss wurde die Arbeit von Campus Asyl im Ansatz vorgestellt. Die Organisation bemüht sich durch Helferkreise die Geflüchteten bei Spracherwerb, Bildung, Behördengängen und ähnlichen Bedürfnissen zu unterstützen, ihnen aber einige auch Freizeitaktivitäten wie Chor, Kochtreff oder Sportgruppen anzubieten. Dass dies besonders wichtig ist, weil die Geflüchteten ohne Geld und andere Möglichkeiten sehr viel Zeit nur mit Warten verbringen können, wurde im Vortrag deutlich.

Und noch etwas wurde deutlich: Mehrfach verwiesen die beiden Asylsuchenden darauf, dass Campus Asyl auf einen partnerschaftlichen Umgang auf Augenhöhe mit den bei ihnen aktiven Geflüchteten Wert legt. Das war auch bei ihrem Vortrag am AMG zu erkennen – und der Stolz und die Freude der beiden an ihrem Engagement.

Jördis Schweiger-Gräf