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Auch an unserer Schule kann der Vorlesewettbewerb auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit einigen Jahren treten unsere besten der sechsten Klassen nun beim Schulentscheid sogar öffentlich gegeneinander in der Aula vor großem Publikum an. Aufregend, spannend und sehr unterhaltsam!

Nahezu 90 Schülerinnen und Schüler füllten am 4. Dezember die Aula, einen Ehrenplatz hatte die Jury vor der Tribüne mit Mikrofonen. Ausgestattet mit einem ausgefeilten Kriterienkatalog zur Lesetechnik und zum Leseausdruck mit Interpretation hörten sie besonders aufmerksam den Kandidaten zu: Amelie Stangelmayer (6a), Maximilian Wagner (6b) und Johann Ochoa (6c).

Bild 1 Vorlesewettbewerb 2019

Mit der ersten Runde, den vorbereiteten Texten, wurde uns Zuhörern klar: Da wollte gerne jeder der Drei unsere Schule beim Kreisentscheid im neuen Jahr vertreten! Und jeder der Drei hätte das Zeug dazu. Das bestätigte sich auch mit der zweiten Runde, in der die Erzählung "Der Verrat" von Wolfdietrich Schnurre vorgelesen wurde. Dabei konnte den Zuhörern allerdings auch auffallen, wie viel Vorbereitung letztlich in einem sehr gut vorgetragenen und damit dem vorbereiteten Text steckt. Da wird nicht nur auf das sinngemäße Betonen und auf angemessene Pausen geachtet: Lebendiges Vortragen verlangt eine intensive Auseinandersetzung mit der Stimmung, den verschiedenen Charakteren und dem Inhalt.

Für wen sprach also nun am meisten, wer hatte also nun am ehesten das Zeug für einen Leseprofi? Vermutlich hatte sich jeder im Publikum schon eine Meinung dazu gebildet, als die Jury sich zur Beratung zurückzog. Ihr kam für diese schwierige Frage sicherlich entgegen, dass sie auf geschulte Ohren und sogar auf eigene Erfahrungen beim Vorlesewettbewerb zurückgreifen konnten. So war Zoe Rosbach vor fünf Jahren selbst für den Wettbewerb angetreten und seit Jahren ist sie, ebenso wie die zweite Schülerin der Jury, Maria Nikitin, im Theater aktiv dabei. Die Fachschaft Deutsch wurde von unserer Kollegin Frau Eckert würdig vertreten.

Gespannt waren wir alle, wie sie sich entscheiden würden. Unsere Wartezeit verkürzten einige Schüler der 6c mit lustigen Varianten von bekannten Märchen. Sie hatten ihre Texte mit bairischer Aussprache und Wörtern aus dem Dialekt, aber auch mit selbsterfundenen Unsinnsausdrücken gewürzt, die nicht einmal im "Schmeller" zu finden sind, also dem bayerischen Wörterbuch.

Selbstverständlich gab es nachher noch intensive Diskussionen über das Urteil der Jury. Schließlich haben uns alle drei Schüler hervorragend unterhalten und auf diesem Niveau sind die Unterschiede oftmals minimal. Dennoch überzeugte die Leistung von Johann Ochoa ganz besonders, ihm traute die unvoreingenommene Jury in ihrer Urteilsverkündung sogar zu, professionell im Studio zu arbeiten. Die Frage, wer Leseprofi ist, war damit eindeutig beantwortet. Den zweiten Platz wurde Maximilian und der dritte Amelie zugesprochen.

Aufregend, spannend und unterhaltsam war dieser Wettbewerb für uns alle. Vielleicht lassen sich sogar einige anregen, die vorgelesenen Bücher (Michael Ende: Die unendliche Geschichte, Fabian Lenk: Die Wupis. Mit großem Knall aus dem All, Barbara Rose: Schöne Bescherung. Wie eine Katze das Weihnachtsfest rettete) unter den Christbaum zu legen. Amelie, Maximilian und Johann können sich über Gutscheine der Buchhandlung am Kohlenmarkt und eine Urkunde des Deutschen Buchhandels freuen. Vor allem aber über den riesigen Applaus. Alle drei haben ihn sich absolut verdient.

Manuela Dennerlohr