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Der Kultusminister Michael Piazolo zeichnete die Preisträger im Landeswettbewerb "Alte Sprachen" aus. Sissi Kupf hatte sich zusammen mit neun weiteren Finalisten gegen rund 1.000 Mitbewerber durchgesetzt. Bei der Festveranstaltung betonte der Minister: "In allen drei Wettbewerbsrunden haben die Schülerinnen und Schüler beeindruckende Kenntnisse der Alten Sprachen und besonderes Sprachgefühl bewiesen. Die Leistungen zeugen zudem von einem bemerkenswerten Einsatz der Jugendlichen und der hohen Qualität des Latein-und Griechisch-Unterrichts an unseren Schulen."

Piazolo freute sich über das große Interesse an dem Wettbewerb und stellte dessen Bedeutung heraus: "Griechisch und Latein haben das Potenzial, uns mit den Anfängen unserer Kultur zu konfrontieren. Sie eröffnen uns gerade bei der Lektüre von antiken Originaltexten wertvolle Einblicke in unsere kulturelle Vergangenheit und sind gleichzeitig ungebrochen aktuell."

Drei Runden galt es für die Preisträger zu meistern. In der ersten Runde stellten die rund 1.000 Teilnehmer ihre vertieften Sprachkenntnisse und ihre sprachliche Kreativität an lateinischen bzw. griechischen Übersetzungstexten und herausfordernden Aufgaben unter Beweis. Die 50 Erfolgreichsten erwartete in der zweiten Runde eine Interpretationsklausur. Im Fach Latein erörterten sie einen Auszug aus der "Aeneis". Vor dem Hintergrund eines modernen Textes der amerikanischen Schriftstellerin Susan Sontag gestalteten die Schülerinnen und Schüler anschließend eine Diskussion zwischen den beiden Autoren über Funktion und Wirkung bildlicher Darstellungen und bezogen dabei auch die aktuelle Bedeutung digitaler Medien und der Social Media mit ein. Im Fach Griechisch interpretierten die Wettbewerbsteilnehmer einen Auszug aus den "Göttergesprächen" des Satirikers Lukian. In einer kreativen Zusatzaufgabe verfassten sie unter Einbeziehung eines Textes von Johann Wolfgang von Goethe einen Dialog zwischen Zeus und Prometheus. Für die abschließende dritte Runde wurden die besten zehn Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Kolloquium in das Bayerische Kultusministerium eingeladen.

SissiKupf

Sissi Kupf schlug sich auch in diesem erlesen Kreis noch sehr wacker. Für einen Platz auf dem Treppchen hat es zwar nicht ganz gereicht, doch allein in diesem Finale zu stehen, ist eine höchst beeindruckende Leistung, zu der wir herzlich gratulieren.

Karin Kemmeter