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Im Zeitalter der digitalen Medien wird es immer schwieriger, Kinder und Jugendliche fürs Lesen von Büchern zu begeistern. So versuchen Verlage sogar über YouTuber und Instagram ihr Publikum zu finden, wie im Artikel Leser dringend gesucht von Elisabeth Kagermeier in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 21. März 2019 zu lesen war. Manche Grundschulen bieten auch "Tent-Reading" an, bei dem sich Schüler mit Taschenlampen in Tipis zurückziehen, um dort ein besonderes Lesegefühl zu finden.

Was ist das Problem dabei, wenn wir keine Bücher mehr lesen wollen? 2016 kam bei einer Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (vgl. dazu: Katrin Hörnlein Wozu brauchen Kinder noch Bücher? DIE ZEIT vom 23. März 2019) heraus, dass knapp 20 Prozent der Zehnjährigen in Deutschland nicht so lesen können, dass sie einen Text auch verstehen, obwohl gerade diese Gruppe noch sehr gerne liest. Seit 2014 versucht eine internationale und interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern zu ergründen, welche Folgen die Digitalisierung für das Lesen hat. Dabei kam heraus: Wer auf Papier liest, kann Informationen besser verarbeiten, weil mit digitalisierten Medien meist schneller und oberflächlicher gelesen wird. Also alles zurück auf "Buch"? Und: Alle in die Bibliothek?

Unsere Schule bietet zwar keine Tipis in unserer Schulbibliothek an, aber neben einigen Tischen, um zu arbeiten, gibt es ein gemütliches Sofa und Sitzsäcke, wo du es dir mit einem Buch oder deinen Lernsachen bequem machen kannst. Außerdem findest du viele spannende und unterhaltsame Bücher und zudem natürlich wissenschaftliche Wälzer. Falls du also während eines stressigen Schultages einen stillen Rückzugsort suchst, um in Ruhe beim Lesen eines Buches zu entspannen, ist unsere Schulbibliothek im ersten Stock gegenüber dem Lehrerzimmer der perfekte Ort dafür. Für Schüler von der siebten bis zur zwölften Klasse ist etwas dabei und sogar fremdsprachige Bücher findest du. Natürlich stehen auch mehrere Computer für Recherchen zur Verfügung. Außerdem kannst du auf Lexika oder andere Lernhilfen zurückgreifen. Das Ausleihen beruht auf Vertrauensbasis und funktioniert ganz leicht: Name, Datum, Klasse und Buchtitel in die am Tresen bereitliegende Liste eintragen und bei der Rückgabe wieder durchstreichen.

Die Bibliothek ist also ein schöner Lese- und Lernort für uns. Manchmal sogar für ganze Klassen, wie beispielsweise unsere 10c. Wir konnten uns in der letzten Deutschstunde vor den Osterferien mit Frau Dennerlohr gegenseitig die Neuerwerbungen der Bibliothek präsentieren und über unser Leseverhalten diskutieren. Besonderes Interesse fanden beispielsweise der Katalog einer historischen Ausstellung zum Frauenwahlrecht oder auch das letzte Buch des Autors Wolfgang Herrndorf "Stimmen. Texte, die bleiben sollten". Und auch sonst gibt es viele interessante Neuerwerbungen für dich zu entdecken. Du bist herzlich eingeladen vorbei zu schauen.

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Übrigens: Bei der großangelegten Studie kam auch heraus, dass bei erzählenden Texten das analoge Medium, also das Buch, dem digitalen nicht mehr überlegen ist. Es spricht also nichts gegen das Lesen von spannender, unterhaltsamer Literatur mit einem E-Book. Allerdings: Gegen das Schmökern in den Büchern in unserer Bibliothek spricht es ja auch nicht. Und für wissenschaftliches Arbeiten oder dem Lernen ist das Buch anscheinend sowieso unschlagbar.

Seit kurzem könnt ihr euch auf Anregung des Elternbeirates sogar selbst neue Literatur wünschen: Vor dem Sekretariat, Zimmer 133, könnt ihr in den Briefkasten für Absenzen auch eure Vorschläge für weitere Neuerwerbungen einwerfen. Ihr merkt also durchaus: Alle in die Bibliothek!

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Von Dshamilja Rehm und Lea Smolka (10c)