• Startseite 1
  • Startseite 2
  • Startseite 3
  • Startseite 4
  • Startseite 5
  • Startseite 6
  • Startseite 7
  • Startseite 8
  • Startseite 9
  • Startseite 10

Napoleon - ein französischer General, revolutionärer Diktator und Kaiser. Unweigerlich tauchen vor einem Bilder auf wie der siegesgewiss gestreckte Arm beim Überschreiten der Alpen oder seine Hände mit dem goldenen Lorbeerkranz, den er sich in der Kathedrale von Notre Dame de Paris aufsetzt. Beeindruckend. Und beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c auch von einer besonderen Begegnung mit Napoleon Bonaparte. Diese fand in den alten Mauern des Runtingerhauses statt, nämlich im Regensburger Stadtarchiv. Dort sind nicht nur so besondere historische Quellen wie die älteste Urkunde des Stadtarchivs von 1299 oder ein originaler Brief Martin Luthers zu finden. Die Recherche zu einem Projekt führte uns in eine andere Zeit der Stadtgeschichte, nämlich ins 19. Jahrhundert.

Archiv

Bis 1806 fand in Regensburg der Immerwährende Reichstag statt, wovon die Stadt so profitieren konnte, dass von einer Blütezeit gesprochen wird. Doch im Zusammenhang mit der Zeit Napoleons kam es zu Umwälzungen, die dazu führten, dass sich im Jahr 1806 der Reichstag auflöste. Genau da setzt die Klasse 8c mit ihrem Projekt an: Eine Ausstellung zu dem Thema "Regensburg im 19. Jahrhundert: Krise, Aufbruch, Umbruch" wird vorbereitet. Viele historische Texte wurden schon gesichtet und viele interessante Materialien warten darauf, in unserer Aula präsentiert zu werden. Aber es sollte auch mit Originalquellen gearbeitet werden. Und die erwarteten uns im Regensburger Stadtarchiv.

Dabei fanden wir fachkundige und hilfreiche Unterstützung des stellvertretenden Leiters, Herrn Handel, vor. Er stellte uns benötigte Unterlagen zur Verfügung und ermöglichte uns den Zugriff auf digitale Archivalien. So konnten wir beispielsweise Stadtpläne, königliche Dekrete und Theaterplakate oder Fotografien von Schauspielern aus der Zeit erforschen.

Eine historische Quelle hatte es den Schülerinnen und Schülern aber besonders angetan: Napoleons Unterschrift. Mit speziellen Handschuhen ausgestattet, durfte dieses Schriftstück angefasst werden, das ein Zeugnis von Napoleons Besetzung Regensburg im Jahre 1809 ist. "Ich dachte nicht, dass ich Napoleon mal so nah kommen würde", war dabei immer wieder zu hören, wenn vorsichtig die Unterschrift berührt wurde.

Geschichte nah erleben, das soll auch unser Projekt „Regensburg im 19. Jahrhundert“ erreichen. Welche Auswirkungen haben das Ende des Immerwährenden Reichstages auf Regensburg oder auch die Besetzung Regensburgs durch Napoleon? Wie zeigen sich beispielsweise die Industrialisierung oder die Märzrevolution von 1848 in Regensburg? Wie erleben die Regenburger ihren Alltag im 19. Jahrhundert? Vom 11.02. bis zum 15.02. bieten zu diesen und weiteren Aspekten unsere Informationen und Quellen Auskunft. Und auch die Unterschrift Napoleons wird dabei sein. Allerdings nicht im Original. Ein Besuch im Stadtarchiv steht aber jedem offen. Ebenso wie ein Besuch der Ausstellung in der Aula. Wir laden herzlich ein!

Manuela Dennerlohr