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Am 11. Dezember kamen die Schüler der 9c und der 10b in den besonderen Genuss einen sehr interessanten und auch bewegenden Kurzfilm des Regisseurs Lars Smekal, der aus Regensburg stammt, ganz exklusiv zu sehen. Der preisgekrönte Kurzfilm behandelt ein Thema, das mit dem demographischen Wandel ein immer brisanteres wird: Einsamkeit im Alter. Gerade kurz vor Weihnachten möchte man sich nicht gerne vorstellen, wie viele ältere Menschen - aus welchen Gründen auch immer - sehr einsam sind.

Kurzfilm 

Lars Smekal kam die Idee für diesen Film, als er mit den Tagebüchern seines Großvaters, zu dem die ganze Familie eigentlich ein sehr herzliches und enges Verhältnis hatte, nach dessen Tod konfrontiert wurde. Er fand dort den lakonischen Eintrag: "heute einsam gewesen". Der Großvater wohnte mehrere 100 Kilometer von der übrigen Familie entfernt, gelegentliche Besuche waren für beide Seiten ein Highlight, aber in der restlichen Zeit war der Großvater wohl oft "einsam".

Im Kurzfilm wird thematisiert, wie traurig der Alltag eines älteren einsamen Menschen sein kann, der manchmal den ganzen Tag keine andere Stimme hört, als vielleicht die aus dem Fernseher.

Der nur 15 Minuten dauernde Film brachte viele Schüler zum Nachdenken und einige meinten in der sich anschließenden Diskussion, dass es ihren Großvätern oder Großmüttern wohl sehr ähnlich gehe. Trotz der ernsten Thematik, die auch ausgiebig besprochen wurde, kam auch heitere Stimmung auf, vor allem als der Regisseur von einigen Pleiten und Pannen berichtete, die auf dem Set passierten. Sachkundig gab er den Schülern viele Infos über die praktische Seite seiner Arbeit. Er erklärte neben den verschiedenen Kameraeinstellungen und anderen technischen Details auch, was ein Story-Book ist und wie minutiös jede Drehminute vorbereitet sein muss. Schließlich kostet auch ein so kleines Drehprojekt viel Geld und da man z. B. das kleine Appartement in einem Altenheim auch nur für sehr begrenzte Zeit zum Drehen zur Verfügung hat, drängt auch die Zeit. Nach einer interessanten Diskussion über dieses Filmprojekt, die keine Fragen offen ließ, spendeten die Schüler dem jungen, aber durchaus erfolgreichen Regisseur viel Applaus und verließen ebenso inspiriert wie nachdenklich den Medienraum. Manche mit dem festen Vorsatz ihre Großeltern, auch wenn sie weiter weg wohnen, so bald wie möglich zu besuchen.

Kerstin Stöckel