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Das Albertus-Magnus-Gymnasium ist zum dritten Mal zur Umweltschule in Europa gekürt worden. Der Landesbund für Vogelschutz und das Umweltministerium haben in der Turnhalle des Turmair-Gymnasiums in Straubing 127 Schulen aus Niederbayern und der Oberpfalz als Umweltschulen ausgezeichnet. Auch das Albertus-Magnus-Gymnasium aus Regensburg hat mit seinen Projekten überzeugt.

Regensburg

"Zukunft lässt sich lernen", sagte Karl Barthmann, Referatsleiter am Umweltministerium in seiner Festrede in Vertretung für Herrn Minister Thorsten Glauber. Er war sich mit Oberbürgermeister Markus Pannermayr und LBV-Vorsitzendem Dr. Norbert Schäffer einig: In den ausgezeichneten Schulen werde Schülern Wissen über die Umwelt vermittelt, ein Umwelt-Gewissen gebildet und, am wichtigsten, verantwortungsbewusstes Handeln gefördert. Denn, sagte Oberbürgermeister Pannermayr, man dürfe die Rettung der Welt nicht anderen überlassen, die wie der derzeitige US-Präsident einen Klimawandel einfach "weg-twittern", sondern müsse selbst angreifen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, meinte Dr. Schäffer, denn schließlich könne der nächsten Generation nicht eine Erde übergeben werden, die an manchen Stellen - er verwies exemplarisch auf Fukushima - nicht mehr bewohnbar ist.

Man war sich einig, dass die an den Schulen durchgeführten Projekte in mehrfacher Hinsicht wichtig sind, da sie das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern sowie einen Beitrag zu mehr Umweltschutz im Schulalltag leisten. Die Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule" erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Wie Nachhaltigkeit darüber hinaus im Schulleben verankert ist, wird ebenfalls dokumentiert. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.

375 bayerische Schulen erhielten in diesem Jahr insgesamt in Bayern die Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule". Die Verleihung fand in sehr feierlichem Rahmen am Johannes Turmair Gymnasium in Straubing statt. Die Schülerinnen und Schüler sorgten dort mit einem aufrüttelnden Beitrag der Percussion-Gruppe für das Rahmenprogramm. Auch die Theatergruppe der Unterstufe machte anschaulich, witzig und zugleich mahnend auf die Vermüllung der Meere aufmerksam.

Karin Kemmeter als begleitende Lehrkraft der Umwelt-AG nahm stellvertretend für die engagierten Mädchen der Umwelt-AG die Urkunde und die Fahne mit dem Logo der Umweltschulen dankend entgegen.

Gruppenbild

Im Rahmen des ersten Projektthemas "Klima und Energie" organisierte die Umwelt-AG des Albertus-Magnus-Gymnasiums eine lautstarke Demonstration für den Ausstieg aus der Kohlekraft und für die stärkere Förderung des Klimaschutzes.

Den Schülerinnen und Schülern der Umwelt-AG gelang es auch, die Ausstellung "Energiewende" des Bund Naturschutz ans AMG zu holen. Passend dazu hatten die engagierten Umweltschützer jeder Lehrkraft einen Brief geschrieben mit der Bitte, doch im eigenen Haushalt Ökostrom zu verwenden. Sieben Lehrkräfte erklärten sich bereit umzustellen und wurden von der REWAG und den Schülern der Umwelt-AG geehrt.

Auch das schuleigene Projektthema „Quitten für Afrika“ fand bei der Jury großen Anklang. Bereits vor zwei Jahren hatten die jungen Aktivistinnen der Umwelt-AG mehrere Obstbäume im Schulgarten am Weinweg angepflanzt. Die diesjährige Quittenernte wurde zu Saft gepresst und dann von den Schülerinnen zu Quittengelee in Bioqualität eingekocht.

Die Umwelt-AG verkaufte in der Pause das selbstgemachte Gelee an die Schulfamilie und die gesunde Leckerei fand reißenden Absatz. Insgesamt über 300 Euro konnten die engagierten Schülerinnen einnehmen – ein schöner Erfolg, denn der Erlös wird für die Ingenieure ohne Grenzen in Regensburg und deren Projekt "water is light" in Kamerun gespendet. Zwei Kleinstwasseranlagen sollen die Menschen dort mit klimaneutral gewonnenem Strom versorgen und so ihr Leben erleichtern.

Zudem versorgte die Umwelt-AG die Schülerinnen und Schüler am Jahresende mit passgenauen Heftpaketen aus Recyclingpapier, das eine deutlich bessere Klimabilanz aufweist als Frischfaserpapier. Am Ende des Jahres fand eine sehr erfolgreiche Büchertauschbörse statt.

Doch die Jugendlichen um Herrn Feiner und Frau Kemmeter ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Zu den Projektthemen des neuen Schuljahres "Tierschutz" und "Nachhaltigkeit" haben die Schülerinnen bereits zwei Probieraktionen zu regionalen Bioprodukten gestartet, denn schließlich wird die Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule" jeweils nur für ein Schuljahr vergeben und der Titel muss jedes Jahr neu verdient werden. Die engagierten Naturschützer haben es sich zum Ziel gesetzt, das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit konsequent ins Schulprofil einzubauen.

Karin Kemmeter